Prozess um Hammer Sextäter gerät ins Stocken

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Der Prozess um einen offenbar pädophilen Sextäter aus Hamm gerät ins Stocken.

Hamm/Dortmund – Nachdem der Angeklagte am ersten Verhandlungstag ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte, sollte am jüngsten Verhandlungstag der Ermittlungsführer des Hammer Polizeipräsidiums als Zeuge gehört werden. Doch zu Beginn des zweiten Verhandlungstages wurde bekannt, dass einer der beiden Laienrichter frühmorgens ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Der Prozess wurde auf den 24. Juni vertagt, der leitende Polizeibeamte umgeladen. Zusammen mit zwei Kolleginnen hat er die belastenden Fotos und Videos gesichtet, die bei dem 39-jährigen Hammer und seinen kindlichen Opfern gefunden worden waren. Mehrere Handys wurden in mühseliger Kleinarbeit ausgelesen, Hunderte von Aufnahmen ausgewertet, die bei einer Wohnungsdurchsuchung in Hamm beschlagnahmt worden waren.

Als lesbisches Mädchen ausgegeben

Zu Prozessbeginn hatte der Sextäter gestanden, sich im Internet als ein 15-jähriges lesbisches Mädchen ausgegeben zu haben. Unter dieser falschen Legende hatte er über entsprechende Nachrichtendienste Kontakt zu drei Mädchen im Alter von acht, zwölf und dreizehn Jahren aufgenommen und diese bedrängt, sexuelle Handlungen an sich und untereinander vorzunehmen. Immer wieder ließ er sich entsprechende Fotos und Videos zuschicken.

Als eines der betroffenen Mädchen von München aus Strafanzeige erstattete, kamen die Ermittlungen in Gang.

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