Wohnen wird immer teurer

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Nicht nur das Bauen selbst, sondern auch Grundstücke in Hammer werden immer teurer.

Hamm  Das Wohnen in Hamm wird teurer. Wer ein Grundstück oder Haus kaufen möchte, musste 2018 deutlich mehr bezahlen als ein Jahr zuvor.

Die Preise für unbebaute Grundstücke und Grundstücke mit Ein- oder Zweifamilienhäusern stiegen um mehr als ein Zehntel. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht hervor. Hier eine prägnante Übersicht: 

Grundstücke mit Häusern: 723 bebaute Grundstücke haben im vergangenen Jahr den Besitzer gewechselt. Besonders freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser wurden teurer. Gegenüber dem mittleren Kaufpreis von 2011 wurden im vergangenen Jahr 50 Prozent mehr fällig. Im Mittel kostete ein Quadratmeter Ein- oder Zweifamilienhaus in Hamm 2320 Euro. Für Reihen- und Doppelhäuser lag das Mittel bei 1 920 Euro pro Quadratmeter. 

Bauland: Teurer wurden auch unbebaute Grundstücke. So kosteten Grundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser durchschnittlich 201 Euro pro Quadratmeter – zehn Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zum Vergleich: Die allgemeine Inflationsrate stieg im gleichen Zeitraum lediglich um 1,8 Prozent. Abhängig von der Lage unterscheiden sich die Preise stark. Während in Gebieten wie dem Paracelsuskarree und Auf dem Beisenkamp 300 Euro pro Quadratmeter und mehr anfielen, waren andere Lagen deutlich günstiger. 

Eigentumswohnungen: Durchschnittlich 80 Quadratmeter groß waren Eigentumswohnungen, die in Hamm im vergangenen Jahr verkauft wurden. Sie kosteten im Schnitt 1 358 Euro pro Quadratmeter. Am höchsten war der Durchschnittspreis hier für besonders kleine Wohnungen mit weniger als gerade einmal 50 Quadratmetern – und für große mit mehr als satten 130 Quadratmetern. 

Marktübersicht: Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1 365 Kaufverträge für bebaute und unbebaute Grundstücke unterschrieben: Das sind 19 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Umsatz sank hingegen nur um acht Prozent auf 308,74 Millionen Euro. 

Lohnt der Kauf?: Der Grundstücksmarktbericht bezieht sich nur auf vergangene Entwicklungen: Ob sich der Kauf eines Hauses, einer Wohnung oder eines Grundstücks also für Interessenten lohnt, lässt sich daraus kaum ableiten. Eine Prognose wagt hingegen die Bausparkasse LBS. Sie hat jüngst ihren „Markt für Wohnimmobilien“ veröffentlicht, für den sie im April bundesweit 600 Immobilienvermittler befragte. Demnach wird das Angebot von Immobilien im Regierungsbezirk Arnsberg, zu dem auch Hamm gehört, in den kommenden Jahren leicht sinken. Doch auch die Nachfrage sinkt – und zwar stärker als das Angebot. Haben die Immobilienvermittler recht, müsste der Preisanstieg also in den kommenden Jahren kleiner werden oder ganz verschwinden.

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