"Rock am Ring" und "Rock im Park"

Giant Rooks und Kapelle Petra begeistern auf Kult-Festivals

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Fünf Hammer Jungs und die große, weite Popwelt: Giant Rooks nach ihrem Auftritt bei "Rock im Park" 2018.

[Update] Nürburgring/Nürnberg/Hamm - Mit einer Fülle besonderer Eindrücke ist die junge Hammer Band Giant Rooks von einem ungewöhnlichen Festival-Wochenende zurück nach Hamm gekommen. Erstmals trat das Quintett bei "Rock am Ring" und "Rock im Park" auf. Umjubelt wurde auch die Kapelle Petra.

Die fünf Hammer Jungs haben im Lauf ihrer wenigen Jahre kurzen, aber intensiven Karriere schon allerhand erlebt, auf Bühnen aller Art und für ein Publikum in verschiedenster Größe gespielt. Aber Teil des bekanntesten und renommiertesten deutschen Zwillings-Festivals zu sein, ist allemal besonders und bewegend. Zumal das Erlebte an diesem Wochenende im Juni 2018 für die Musiker allemal "krass", aber letztlich auch sehr verschieden war.

Rock am Ring

Der frühe Freitagnachmittag ist bei Rock am Ring nicht unbedingt der dankbarste Termin für einen Auftritt. Wenn dann noch ein ordentlicher Wolkenbruch hinzukommt, braucht es ein breites Kreuz und viel Enthusiasmus, um als Band durchzustarten. Giant Rooks meisterten die Herausforderung mit viel Professionalität und Charme.

Pop-Party bei "Rock am Ring" mit Giant Rooks.

Etliche „Durchreisende“ blieben während des Auftritts, der sich durch große Spielfreude auszeichnete, an der "Alternastage" hängen. Es wurde ausgelassen getanzt, und die Heimatstadt Hamm zeigte inmitten des Regencape-Pulks direkt vor der Bühne Präsenz.

Rock im Park

Am Tag darauf mussten die junge Musiker noch früher auf die Bühne: um 14 Uhr! Egal - denn die Lust auf eine solche Kulisse, gepaart mit einer großen Portion Live-Erfahrung, ließ keinen Platz für negative Gedanken. Im Gegenteil: Zwischen 3000 und 4000 Musikfans  strömten vor die Arena-Bühne des Festival-Geländes und feierten mit den jungen Hammern eine riesige Pop-Party.

Homepage von Giant Rooks

"Beide Shows waren richtig gut", bilanzierte Drummer Finn Thomas entsprechend begeistert - und setzte nach: "Vor allem Rock im Park in der Arena war echt unglaublich und hat richtig Spaß gemacht!" Auf den beiden riesigen Festivals mal gespielt zu haben, sei "ein krasses Erlebnis" gewesen. (Weitere Zitate unten!)

Kapelle Petra

Auch die Kapelle Petra, die zweite Hammer Band mit bundesweiterer Beachtung, war am Wochenende in ähnlicher Festival-Mission unterwegs: Das Quartett begeisterte bei der Warm-up-Party von Rock am Ring. Übrigens nach 2013 schon zum zweiten Mal!

Kapelle Petra heizt den Ring-Rockern ein.

Entsprechend glücklich zeigt sich auch der Schlagzeuger der Kapelle: "Das Konzert ist immer besonders. Dieses mal durften wir das Programm als letzte Band vollenden, was großartig war", schwärmt Markus Schmidt. "Ein schöner Abend, mit besonderem Publikum und einer besonderen Atmosphäre." Ein weiteres Highlight wäre sicher ein Treffen mit Giant Rooks gewesen. Mit ihnen habe man kurz geschrieben - aber "leider waren sie aber noch nicht vor Ort…"

Homepage von Kapelle Petra

Interview mit Finn Thomas (Giant Rooks):

Was schätzt ihr, wie viele Leute am Ring (trotz des schlechten Wetters) vor der Bühne waren? 

Finn Thomas: Wir haben uns auf jeden Fall sehr gefreut, dass so viele Leute am Start waren & Bock auf unsere Konzerte hatten, bei Rock am Ring trotz des miesen Wetters. Bei beiden Konzerten zusammen werden es wohl mehrere Tausend Leute gewesen sein!

Wie waren die Abläufe für euch als Band bei diesen beiden großen Festivals? Anders als gewohnt? Stressiger?

Thomas: Der Ablauf ist im Prinzip nicht anders als bei anderen Festivals. Durch die Größe ist alles etwas strikter und formeller organisiert, sonst würde das wohl auch gar nicht funktionieren.

Wann musstet ihr jeweils vor Ort sein, und wieviel Zeit hattet ihr für den Ortswechsel nach Nürnberg?

Thomas: Wir waren jeweils ungefähr drei Stunden vorher vor Ort. Da haben wir dann unsere Instrumente aufgebaut und uns auf die Show vorbereitet. Danach haben wir uns großartige Konzerte von Casper, Milky Chance und Alt-J angeschaut und sind dann Abends nach Nürnberg zu Rock im Park weiter gefahren.

Finn Thomas (rechts) "bei der Arbeit" mit den Bandkollegen.

Konntet ihr einen Soundcheck machen oder zumindest einen Linecheck?

Thomas: Bei Rock am Ring hatten wir nur einen kurzen Linecheck. Am Samstag bei Rock im Park war ein kompletter Soundcheck möglich! Da wir aber zwei super Ton-Techniker dabei haben, die unser technisches Set-Up komplett im Griff haben, war es an beiden Tagen total entspannt!

Wie war die Atmosphäre backstage?

Thomas: Das war echt lustig! Man trifft auf viele bekannte Gesichter wie zum Beispiel Jared Leto, Marilyn Manson & Alt-J. Wenn du beim Catering auf einmal mit den Helden deiner Jugend zusammen am Tisch sitzt, ist das schon ein witziges Gefühl!

Habt ihr andere Musiker kennengelernt? Wenn ja - auch irgendwelche Promis?

Thomas: Na klar kommt man mal mit bekannten Leuten ins Gespräch, aber am Ende sind das auch alles normale Typen! Den Musikern von Milky Chance, Casper und Kraftklub begegnen wir z.B. immer mal wieder auf unterschiedlichen Festivals.

Welcher der beiden Auftritte war für euch der bessere?

Thomas: Rock im Park war total krass, weil schon so früh so viele Leute bei uns vor der Bühne standen. Bei Rock am Ring hatten wir etwas Pech mit dem Wetter, während wir bei Rock im Park in einer sehr eindrucksvollen Indoor-Arena gespielt haben. Beide Konzerte waren aber super schön!

Geht einer der Auftritt in eure persönliche Top-5 ein? Oder ist jeder Gig gleich wichtig?

Thomas: Es ist auf jeden Fall etwas Besonderes bei Rock am Ring / Rock im Park auf der Bühne zu stehen, einfach weil die Festivals so eine heftige Historie haben und weltweit bekannt sind. Unabhängig davon durften wir zwei sehr schöne Konzerte spielen, das ist dann auch ein bisschen egal ob es bei Rock am Ring oder einem anderen Festival ist.

Wann wart ihr wieder zuhause?

Thomas: Wir sind noch einen Tag bei Rock im Park geblieben, haben fette Konzerte von Kaleo und Beth Ditto gesehen und in der Sonne gelegen. Gegen Mitternacht waren wir dann wieder zu Hause.

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