Kostenfrage bremst Sicherheits-Diskussion aus

Poller für Hammer Innenstadt? Gibt‘s wohl nicht - zu teuer!

Versenkbare Poller am Marktplatz Hamm? Diese Technik wird es an der Pauluskirche wohl nie geben.
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Versenkbare Poller am Marktplatz? Es scheint fast so. Diese Technik wird es an der Pauluskirche aber wohl nie geben.

Sicherheitspoller für Großveranstaltungen rund um den Marktplatz in Hamm wird es in absehbarer wohl doch nicht geben.

Hamm – Zu diesem Ergebnis kommt eine verwaltungsinterne Prüfung, die in den vergangenen Monaten durchgeführt wurde. Demnach bleibt es – sollten Großveranstaltungen wegen Corona überhaupt irgendwann wieder möglich sein – bei den bekannten Wassertanks.

Angesichts hoher Kosten wurden die seinerzeit von der alten Großen Koalition beantragten Sicherheitspoller in der Verwaltung zu den Akten gelegt. Bisher durfte davon ausgegangen werden, dass die Poller kommen.

Sicherheitspoller in Hamm: Politik müsste neu entscheiden

Rund 1,7 Millionen Euro sähe die Stadt nach ihrer Berechnung für 31 feststehende und 25 hydraulische Poller auf sich zukommen. „Für diese Maßnahme wurden im Haushalt keine Mittel eingestellt“, sagte Stadtsprecher Tom Herberg auf Nachfrage. Sollen die Poller um jeden Preis kommen, müsste die Politik angesichts der Kosten in den politischen Gremien erneut beraten.

Um die Zufahrten zum Marktplatz beziehungsweise zur Innenstadt zu sichern, wäre nach städtischer Einschätzung diese Zahl von Pollern erforderlich, nicht zuletzt aufgrund der teilweise sehr breiten Querschnitte der Zuwegungen.

Sicherheitspoller in Hamm: Prognose allzu optimistisch

Die Verwaltung schaue sich gemeinsam mit einem Ingenieurbüro Praxisbeispiele an, um verschiedene Varianten abzuwägen, hieß es von Seiten der Stadt vor knapp einem Jahr im Vorfeld des Weihnachtsmarktes. Das Verfahren sei noch völlig ergebnisoffen. Das betreffe sowohl mögliche Standorte als auch die Kostenfrage.

Ursprünglich war einmal von etwa 20.000 Euro pro Stück die Rede gewesen, die aus Haushaltsresten 2019/2020 gedeckt oder alternativ zu einem späteren Zeitpunkt finanziert werden sollten. Offenbar eine zu optimistischen Einschätzung, denn legte man dies als Durchschnittspreis zugrunde, käme man bei der benötigten Zahl der Poller auf 1,12 Millionen Euro.

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