200 Polizisten bei Großrazzia im Einsatz

Gestern Morgen um 6 Uhr rückten die Beamten an der ehemaligen Kneipe „Melody“ an der Werler Straße an.J Fotos: Mroß

HAMM - Kistenweise Isenbeck und Billig-Fusel wurden am Donnerstagmorgen aus dem Rechtsradikalen-Treff an der Werler Straße geräumt – die letzten Relikte der Kameradschaft Hamm und ihrer neunjährigen Geschichte.

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Knapp 200 Polizeibeamte waren schon vor dem Sonnenaufgang in Hamm eingetroffen, um das vom NRW-Innenminister ausgesprochene Verbot der Kameradschaft Hamm vor Ort zu vollstrecken. 16 Wohnungen wurden im Stadtgebiet durchsucht, darunter eben auch die in der rechten Szene als „Villa Kunterbraun“ bezeichnete Ex-Gaststätte an der Werler Straße 82. Seit dem 1. Juni hatte Kameradschafts-Aktivist Sascha Krolzig (25) diese offiziell als Wohnraum angemietet.

Doch außer einem Klappbett und ein paar Sperrmüll-Möbeln, die von einer Spedition unter Polizeischutz aus dem Objekt geräumt wurden, deutete nur wenig auf eine solche Nutzung hin. Ohnehin wohnt Jura-Student Krolzig in Bielefeld und bekam auch dort Besuch von einer Polizeiabordnung. Am Ende der Aktion wurden aber auch die Schlösser ausgetauscht. „Ab sofort ist das Land NRW Mieter des Objekts“, teilte ein Sprecher der Polizei Dortmund mit.

Razzia an der Werler Straße:

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15 weitere Objekte wurden zeitgleich in Hamm durchsucht – überwiegend in der Innenstadt, aber auch in Bockum-Hövel. Acht Gaspistolen, eine schussfähig gemachte Gaspistole, zwei Schlagstöcke, acht Messer (teils mit Hakenkreuzen) fünf Schlagringe und zweimal Pfefferspray wurden neben Computern, Handys und Bargeld beschlagnahmt. Festnahmen gab es in Hamm – wie auch in den übrigen Orten der landesweiten Razzia – zunächst keine. - fl

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