Bahnhofsviertel: Polizei verteilt ersten Sicherheitsreport an Bürger

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Bezirksbeamter Hendrik Heine und seine Kollegen suchten das Gespräch mit Bürgern in der Bahnhofstraße.

Hamm - Polizei und Stadt sind den nächsten Schritt zu einem sicheren Bahnhofsviertel gegangen. Gestern verteilten Polizeibeamte und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) in der Bahnhofstraße den ersten von der Polizei veröffentlichten Sicherheitsreport. Vor Ort sprach der neue Bezirksbeamte, Polizeihauptkommissar Hendrik Heine, Anlieger und Passanten an.

„Wir möchten die Bürger ermutigen, jederzeit den Kontakt zu uns zu suchen“, sagte Heine. Das sechsseitige Faltblatt skizziert die Kriminalitätslage im Bahnhofsviertel, stellt Kernpunkte des von Stadt und Polizei erarbeiteten Präventions- und Sicherheitskonzeptes vor, nennt Beratungsangebote für Bürger und nennt die Ansprechpartner für das Bahnhofsviertel bei Polizei und Stadt.

Der Flyer, der den Titel „Gemeinsam sicher im Bahnhofsviertel“ trägt, liegt öffentlich aus. Weitere Informationen sollen künftig in gleicher Form bedarfsweise herausgegeben werden. Polizeipräsident Erich Sievert betonte beim Ortstermin am Kleist-Forum die gute Zusammenarbeit von Stadt und Polizei. Wichtig seien die direkten Rückmeldungen der Bürger.

Mehr Aufenthaltsqualität ohne zusätzliche Ladenlokale

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann zeigte sich zuversichtlich, die subjektiv gefühlte Sicherheitslage werde sich verändern. Mit entscheidend sei es, die soziale Kontrolle durch Licht und Leben zu verstärken – mehr Aufenthaltsqualität ohne zusätzliche Ladenlokale. Zudem habe die Arbeit des Vereins Paidaia, der jugendliche Intensivtäter pädagogisch betreut und Präventionsangebote macht, bereits Wirkung erzielt.

Mit Flyern ausgestattet sprachen Polizeibeamte und KOD-Mitarbeiter gestern Passanten jeglichen Alters an. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Anliegen sind: Sie reichten von der Parksituation, erhöhtem Fahrzeugaufkommen und nächtlicher Lärmbelästigung an der Heinrich-Reinköster-Straße über Kleinkriminalität und Beleidigungen bis zur Situation in den Zügen der Bahn.

Der Sicherheit ein Gesicht geben

Nicht alle fühlen sich unsicher im Bahnhofsviertel. So machte eine Passantin deutlich, sie sei hier regelmäßig abends mit dem Fahrrad unterwegs und fühle sich sicher. Verfolgt wurde die Aktion teils von neugierigen Blicken aus den Wohnungen in den Obergeschossen. Bezirksbeamter Hendrik Heine kündigte an, sich bei seinen Rundgängen nach und nach auch bei den Geschäftsleuten vorzustellen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen und ihre Einschätzungen kennenzulernen. „Mir ist es wichtig, dass alle Bürger mit dem Thema Sicherheit ein Gesicht verbinden können“, sagte Heine.

Ansprechpartner: Polizei-Bezirksbeamter Hendrik Heine, Telefon 916-2240; rund um die Uhr Polizeinotruf 110 Stabsstelle Soziale Planung, Stadt Hamm, Matthias Walter, Telefon 17-6331 Kommunaler Ordnungsdienst, Jörg Wiesemeier, Telefon 17-200

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