Erster Sicherheitsreport zum Bahnhofsviertel

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Stadt und Polizei arbeiten für die Sicherheit im Bahnhofsviertel eng zusammen.

Hamm - Mitte Februar präsentierten Polizei und Stadt ein gemeinsames Konzept für ein sicheres Bahnhofsviertel. Dazu gehört unter anderem die Öffentlichkeitsarbeit beider Behörden. In einer Auftaktveranstaltung im Bahnhofsviertel am Donnerstag, 26. April, stellen Polizei und Stadt Geschäftsleuten, Anwohnern und interessierten Bürgern nun die Erstauflage des „Sicherheitsreports“ vor.

Öffentlichkeitsarbeiter von Polizei und Stadt verteilen an diesem Tag die Erstauflage des Falt-Flyers „Gemeinsam sicher im Bahnhofsviertel“ und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Auch Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann und Polizeipräsident Erich Sievert als Behördenleiter werden anwesend sein. Die Aktion beginnt um 12 Uhr vor dem Eingang des Kleist-Forums. 

In einem zeitlich nicht festgelegten Turnus sollen Bürger künftig über die Entwicklung im Viertel, über Maßnahmen und Kriminalitätszahlen informiert werden, kündigte Polizeipressesprecherin Julia Breitenstein an. Damit gehe jeweils auch eine Bewertung der Situation einher. Der Sicherheitsreport soll auch online auf den Seiten der Stadt und Polizei abrufbar sein. 

Immer wieder waren in der Vergangenheit Stimmen von Bürgern und Geschäftsleuten laut geworden, die sich im Bahnhofsviertel unsicher fühlten. Sie beklagten sichtbare Drogengeschäfte vor der eigenen Haustür, Delikte mit Körperverletzung und weitere kleinkriminelle Vergehen. Zusammengenommen zeichnete all das – subjektiv – das Bild eines Kriminalitätsschwerpunktes. 

Objektiv jedoch, das machte Polizeipräsident Erich Sievert seinerzeit bei der Präsentation des Präventionskonzeptes deutlich, zeigten die Kriminalitätszahlen keine besorgniserregende Entwicklung. Der Bahnhofsvorplatz und das Umfeld seien aus polizeilicher Sicht nicht als Brennpunkt einzuordnen. Um die Kluft zwischen subjektivem Sicherheitsgefühl und objektiven Fallzahlen zu schließen, sahen beide Behörden Handlungsbedarf. 

Zur Stärkung des Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung hat die Polizei bereits verschiedene Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderem eine erhöhte Präsenz im Bahnhofsumfeld, gemeinsame Streifen mit dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD), Schwerpunktaktionen mit dem Ordnungsamt, Jugendamt, dem Amt für Asyl- und Flüchtlingsfragen sowie dem Zoll, die konsequente Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und die beweissichere Verfolgung erkannter Straftaten. Mit Jahresbeginn wurde zudem ein Jugendkommissariat eingerichtet. 

Die Stadt Hamm investiert für die Prävention sowohl in Personal als auch in Infrastruktur. So entstehen beim KOD in diesem und im kommenden Jahr zusammen sieben feste Stellen. Drei davon gehen auf Entfristungen zurück, vier werden neu geschaffen. Zudem werden eineinhalb neue Stellen bei der Bahnhofsmission (Diakonie Ruhr-Hellweg) und Outlaw als Träger geschaffen, um Randgruppen besser erreichen zu können. Allein rund 120 000 Euro gibt die Stadt im Jahr 2018 für eine bessere Beleuchtung im Bahnhofsumfeld aus.

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