Junge Intensivtäter in Hamm

Polizei geht gegen brutale Bande vor - 14-Jähriger in Untersuchungshaft

Eine Gruppe von Jugendlichen sorgte durch ihre Taten in Hamm monatelang für Ärger und Verunsicherung.
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Eine Gruppe von Jugendlichen sorgte durch ihre Taten in Hamm monatelang für Ärger und Verunsicherung.

Monatelang sorgte ein 14-jähriger Junge in Hamm für Ärger und Stress - allein und in einer Gruppe. Jetzt hat ihn die Polizei aus dem Verkehr gezogen.

Hamm - Nach umfangreicher Ermittlungsarbeit des Kommissariats für Jugendkriminalität hat die Hamm am Mittwoch einen Untersuchungshaftbefehl gegen einen erst 14-jährigen Intensivtäter vollstreckt. Der Jugendliche aus Hamm werde dringend verdächtigt, seit November 2020 im Stadtgebiet allein sowie aus einer Gruppe heraus eine Vielzahl von Straftaten begangen zu haben, teilte die Polizei am Freitag mit. Es gehe unter anderem um Sexualstraftaten, gefährliche Körperverletzungen, Diebstähle und räuberische Erpressung.

Der Haftbefehl gegen den 14-Jährigen sei aufgrund einer bestehenden Wiederholungsgefahr erfolgt, heißt es. Er befinde sich nun in einer Justizvollzugsanstalt (JVA).

Frühere Bericht über die Bande (Auswahl):

Jugendliche kesseln Mädchen ein und berühren sie unsittlich - auch Busfahrer getreten und geschlagen.

Wieder Tatort Innenstadt: Krawall-Bande schlägt auf jungen Schüler ein - Polizei sucht Zeugen.

Ermittlungen auch gegen andere Bandenmitglieder

Den Angaben zufolge wird auch gegen weitere Mitglieder der Bande im Alter zwischen 12 und 16 Jahren ermittelt; sie kommen aus Hamm und anderen Ruhrgebietsstädten. Die Gruppe sei in der Vergangenheit insbesondere im innerstädtischen Bereich immer wieder bei der Begehung von Straftaten aufgefallen und habe durch ihr Auftreten und Verhalten zu Verunsicherung bei Passanten und Geschäftsleuten geführt.

Der Polizei Hamm sei es „direktionsübergreifend gelungen“, die Tatverdächtigen mit Beamten des Wachdienstes und der Kriminalpolizei zu ermitteln, berichtet die Polizeipressestelle. „Durch die enge Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Dortmund, dem Jugendamt der Stadt Hamm und den vom Jugendamt mit einem Kriseninterventionsprogramm beauftragten Verein „Paidaia“ konnte die Gruppe nachhaltig aufgelöst werden“, betont die Teamleiterin der Sachrate Jugendkriminalität. - WA

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