Politikern auf Zahn gefühlt

WEETFELD - Durch den Stillstand im Hammer Teil des Inlogparcs sieht sich die Bürgergemeinschaft gegen die Zerstörung der Weetfelder Landschaft in ihrer Einschätzung bestätigt, dass der Bedarf für ein solches Gewerbegebiet nicht gegeben ist.

Seit der Vorstellung der ersten Planungen seien 15 Jahre vergangen. Getan habe sich bislang nichts, so Rudolf Franke-Herold und Dr. Stefan Reus vom BG-Vorstand und Ehrenmitglied Heinz Haeske bei der Präsentation der Wahlprüfsteine 2014.

Im Vorfeld der Kommunalwahl hatte die BG diese unter anderem an die OB-Kandidaten, die Ratsfraktionen sowie an Politiker aus dem Stadtbezirk verschickt. „Wir sehen die anhaltenden Planungen der Stadt, im Bereich Weetfeld ein uneingeschränkt nutzbares Industrie- und Gewerbegebiet zu errichten, weiter mit großer Sorge“, heißt es in dem Schreiben. Der BG sei es daher wichtig, die Vorstellungen der Politiker im Hinblick auf Weetfeld darzustellen. Dies solle, so Franke-Herold, über den Internetauftritt der BG geschehen. Anfang Mai wolle man die Antworten auf der Homepage www.weetfeld.de veröffentlichen. Wie er und seine Mitstreiter sagten, wolle die BG keine Wahlempfehlung geben. „Wir sind politisch ungebunden, sehen uns aber als kritische Beobachter der politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Entwicklung in Hamm.“

Vor allem den angekündigten Erwerb eines Grundstücks durch die Firma Prologis – sie tritt nur als Dienstleister auf – sieht die BG kritisch. Die Stadt Hamm habe dadurch keine Möglichkeit mehr, Einfluss auf die Vermietung durch Prologis zu nehmen, heißt es. Nicht unerwähnt lässt die BG auch, dass Grundlage für die Erschließung des Gewerbegebiets der Bau der B 63n sei. „Ein Teilstück von der Kamener Straße bis zu A 2 wurde als unabdingbar angesehen. Ob es jemals gebaut wird, steht in den Sternen.“ Die Bürgergemeinschaft gibt sich zwar nicht der Illusion hin, den ersten Bauabschnitt noch zu verhindern. Man werde ihn aber kritisch begleiten und hinsichtlich einer möglichen Erweiterung ein Zeichen setzen. Neben dem Inlogparc beschäftigt die Mitglieder aber auch die Situation im Ortsteil allgemein. In Wiescherhöfen-Dorf gebe es kein Lebensmittelgeschäft, keine Bankfiliale, keine ausreichend geöffnete Postfiliale und nur unzureichende öffentliche Verkehrsverbindungen.. „Wie wollen Sie die Wohn- und Lebenssituation unseres Stadtteils verbessern?“, lautet daher eine weitere Frage. - stg

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