Pokémon-Jagd in Maxipark und Tierpark Hamm

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Dajana Dörfling war selbst auf Pokémonjagd im Tierpark im Hammer Süden.

Hamm - Der Hype um das Handyspiel „Pokémon Go“ geht in die nächste Runde. An immer mehr bekannten Orten in Hamm, wie dem Maximilianpark oder dem Tierpark, werden wilde Pokémon von Pokémon-Jägern gebändigt.

Sascha Brosch, Leiter für Marketing und Ausstellung des Maximilianparks, erlebt den Trubel tagtäglich mit. „Seit Beginn des Hypes um das Handyspiel sind geschätzt über 500 Personen in den Maximilianpark gekommen, um Pokémon zu jagen“, erzählt er. Dazu hat er höchstpersönlich beigetragen, indem er sich das Spiel heruntergeladen und ein Foto während des Spielerlebnisses im Maximilianpark auf dem sozialen Netzwerk Facebook hochgeladen hat. 

„Am Wochenende nach dem Hochladen des Bildes kamen sehr viele Leute“, erinnert er sich. Ab diesem Moment wurde der Maximilianpark eine beliebte Anlaufstelle für die Jäger der kleinen Fantasiewesen. Und auch die Kunstwerke des Parks bekommen wieder mehr Beachtung. Dort sind Pokéstops angebracht, an denen man seine Items, wie beispielsweise Pokébälle, auffüllen kann. 

Kampfarenen im Maxipark

Zwei bis drei Kampfarenen gibt es im Maximilianpark, in denen die Pokémon-Jäger gegeneinander kämpfen und zeigen können, wer die stärksten Pokémon ergattern konnte. Besonders für Jugendliche im Alter zwischen 15 und 20 Jahren wird der Maximilianpark wieder attraktiver. „Es wird eine Zielgruppe erreicht, die sonst nicht im Maximilianpark vertreten ist“, sagt Brosch begeistert. 

Auch Kay Hartwich, Geschäftsführer des Tierparks, hat bereits einige Pokémon-Jäger gesichtet. „Momentan haben wir jede Woche fünf- bis zehntausend Gäste, und einige 100 Pokémon-Jäger waren bis jetzt dabei“, sagt er. „Sogar zwei bis drei Mitarbeiter des Tierparks spielen in den Pausen rund um die Gastro das Handyspiel. Dort befindet sich nämlich eine Kampfarena.“

Netter Nebeneffekt

 Zwar kämen die Besucher des Parks nicht gezielt dorthin, um das beliebte Spiel zu spielen, doch in vereinzelten Gesprächen finde man heraus, dass es ein netter Nebeneffekt ist, auch dort Pokémon jagen zu können. „Ich finde, mit solchen Dingen sollte man mitgehen. Bis jetzt haben wir mit Pokémon-Jägern im Tierpark keine schlechten, sondern eher gute Erfahrungen gemacht“, erzählt Hartwich abschließend. 

Am Flugplatz ging es vor dem erfolgreichen „Hangarfest“ am ersten Augustwochenende noch etwas ruhiger zu. „Während der Aufbauarbeiten des Events sind noch keine Pokémon-Jäger gesichtet worden“, berichtet Michael Zwilling, stellvertretender Präsident des Luftsportclubs Hamm. 

Dank des Erfolgs des Festes wurde auch währenddessen niemand wahrgenommen, der auffällig Pokémon gespielt hat. Diese Erfahrung hat auch Jürgen Greve, kaufmännischer Leiter des Gustav-Lübcke-Museums, gemacht. Ihm sind bisher noch keine Vorkommnisse im Museum aufgefallen. Jedoch weiß man nie, wo die Pokémon-Jäger das nächste Mal zuschlagen auf der Jagd nach seltenen Pokémon.

Von Dajana Dörfling

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