Radschnellweg für Pendler und Touristen: Planung für RS1 fast fertig

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So könnte der RS1 in Hamm aussehen.

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) soll ein Touristen-Magnet werden: "Über unser Zugpferd, den Fahrradtourismus, wollen wir auch künftig noch mehr Menschen nach Hamm locken." Das sagte Stadtmarketing-Chef Ralf Hohoff angesichts deutlich gestiegener Gäste- und Übernachtungszahlen in Hamm.

Verkehrsplaner Carsten Gniot ist sich sicher, dass von der Fertigstellung des RS1 nicht nur Pendler, sondern auch Hoteliers profitieren werden. Gniot ist zuversichtlich, dass viele Radtouristen Hamm als Ziel- oder Endpunkt einer Tour durchs Ruhrgebiet wählen.

Die Übersichtskarte zeigt den geplanten Verlauf des RS1. Zum Vergrößern bitte anklicken.

Von den 101 Kilometern bis zu zweiten Endpunkt Duisburg liegen14 Kilometer auf Hammer Gebiet. Im Wesentlichen verlaufen sie von der Innenstadt aus auf dem Mitteldamm zwischen Lippe und Kanal in Richtung Marina Rünthe. Die Anbindung vom Mitteldamm in Richtung Hammer Innenstadt erfolgt über eine Fuß- und Radbrücke.

Die Planungs- und Bauvereinbarung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW stehe kurz vor dem Abschluss, bestätigte Gniot bereits Ende November. Stadtsprecher Lukas Huster bestätigte, dass der Stand der Planung noch aktuell sei.

Der Landesbetrieb ist Kostenträger

Mit der Vereinbarung kommen Kommunen und Landesbetrieb überein, dass Planung und Ausführung bei den Städten und Kreisen liegt, der Landesbetrieb umgekehrt Kosten zurückerstattet.

"Der RS1 hat den Status einer Landesstraße. Innerhalb der städtischen Bebauung übernehmen die Städte die Kosten für den Bau, außerhalb das Land", so Gniot. Die gute Nachricht für Hamm: "Weil es sich beim Mitteldamm um unbebautes Gebiet handelt, ist der Landesbetrieb Kostenträger".

Fertigstellung bis 2020 ist unwahrscheinlich

Für unwahrscheinlich hält es der Verkehrsplaner, dass die komplette Strecke bis 2020 fertiggestellt ist, wie ursprünglich geplant. "Es werden sicherlich einzelne Abschnitte befahrbar sein, und in Hamm könnten wir uns im Bau befinden", so Gniot. Weil es sich beim Mitteldamm um ein Hochwasserbauwerk handele, seien noch etliche Details zu klären, beispielsweise die Führung des Fußgängerweges. "Für die standardisierten vier Meter breiten Rad- und zwei Meter breiten Fußwege ist der Damm zu schmal", sagt der Planer.

1000 Nutzer pro Tag

Kalkuliert sei nach Fertigstellung mit etwa 1000 Nutzern pro Tag. Gniot rechnet mit vielen E-Bikern, die aus Richtung Werne oder dem westlichen Stadtgebiet einpendeln. Ein Ziel der Stadt sei es auch, Anschlüsse des RS1 an bereits vorhandene touristische Routen in Richtung Osten herzustellen.

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