Rund 100 neue Jobs in Aussicht

DHL plant moderne Zustellbasis in Uentrop

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Zwischen GuD-Kraftwerk (vorne) und Dupont (hinten) soll das neue DHL-Paketzentrum entstehen.

HAMM - Der Paketdienstleister DHL plant nach Informationen des WA den Bau einer mechanischen Zustellbasis (MechZB) in Uentrop. Damit reagiert das Logistikunternehmen auf den Boom am Paketmarkt und erweitert sein Verteilnetz.

Trotz einer vollautomatisierten Sortieranlage sollen nach Insider-Angaben allein am Standort Uentrop 70 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kommen die Paketboten, so dass in Hamm mehr als 100 Jobs entstehen könnten.

DHL-Pressesprecher Rainer Ernzer bestätigte, dass das Unternehmen auf der Suche nach einem Standort in der Region sei. Auch Hamm käme dafür in Frage. Er ließ allerdings offen, ob es sich um eine sogenannte MechZB handelt oder um eine „normale“ Zustellbasis. Bevor die Tinte unter dem Kaufvertrag nicht trocken ist, werde sich DHL zu Einzelheiten – auch zum Standort – nicht äußern. Immerhin ließ Ernzer durchblicken, dass der Baustart angesichts von steigenden Paketmengen noch in diesem Jahr sein könne. „Es ist zu früh, um etwas Konkretes zu sagen“, so der DHL-Sprecher.

Nach Informationen des WA steht der Flächen- Deal aber bereits kurz vor dem Abschluss. Der Rahmen ist weitgehend gesteckt. Demnach soll die Zustellbasis auf der Freifläche zwischen dem GuD-Kraftwerk und dem Dupont-Gelände entstehen. Die unmittelbare Nähe zur A2 sei einer der Hauptgründe für die Ansiedlung, hieß es. Bereits im August 2012 hatte es erste Gespräche gegeben (wir berichteten).

Bundesweit plant DHL nach eigenen Angaben 25 dieser Basen. Die erste ging im Dezember in Braunschweig auf 16500 Quadratmetern in Betrieb. Die dort eingebaute Verteilanlage ordnet automatisch die Sendungen dem Zusteller zu. Bislang wurde diese Arbeit von Hand erledigt. Weitere Standorte entstehen in Bochum, Dinslaken, Berlin und Aschheim. Rund 750 Millionen Euro will der Marktführer bis 2015 in den Ausbau seines Paketnetzes investieren.

Das DHL-Paketzentrum auf dem Radbodgelände in Bockum- Hövel ist nach Aussagen von Sprecher Rainer Ernzer nicht direkt von der neuen Zustellbasis betroffen. Der Pachtvertrag dort läuft noch bis 2017. - jiz

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