Die Zukunftspläne des scheidenden Oberbürgermeisters von Hamm

Hunsteger stellt nach Wahlpleite klar: „Nicht der Opa aus der Muppet-Show!“

Räumte die Niederlage am Wahlabend schnell ein: Thomas Hunsteger-Petermann.
+
Räumte die Niederlage am Wahlabend schnell und ohne Umschweife ein: Thomas Hunsteger-Petermann.

Bis zum 31. Oktober ist Thomas Hunsteger-Petermann offiziell noch Oberbürgermeister der Stadt Hamm. Bis dahin will er seine Amtsgeschäfte mit dem gleichen Elan weiterführen wie bisher. Danach soll so ziemlich alles anders werden.

Hamm - „Wer mich kennt weiß, dass ich mich nicht aus dem Staub mache, wenn es brenzlig wird“, sagte er direkt nach seiner Wahlniederlage. Die Corona-Krise und eine vernünftige Übergabe stünden nun ganz oben auf der Agenda. Mit Marc Herter, der am 3. November bei der konstituierenden Ratssitzung zum neuen OB der Stadt Hamm vereidigt wird, will er sich nun mehrmals treffen, um die Amtsgeschäfte geordnet zu übergeben.

In den kommenden Wochen werde es viele Termine geben. Hunsteger wolle Herter ebenfalls dazu bitten, wenn es Termine und Besprechungen gebe, bei deren Inhalt es über Themen gehe, die über die kommenden fünf Wochen hinausgehen.

Ab dem 1. November ist Thomas Hunsteger-Petermann dann im Ruhestand. Der 67-Jährige will sich jetzt ins Private zurückziehen. Er will keine politischen Ratschläge verteilen oder das Stadtgeschehen anderweitig kommentieren. Hunsteger: „Ich bin nicht der Opa aus der Muppet-Show, der alles besser weiß und alles kommentieren muss“. Einige Ehrenämter wolle er noch behalten und vor allem sein Engagement an der Waldbühne weiter ausbauen.

Die drohende Wahlniederlage verfolgte Thomas Hunsteger-Petermann im Rathaus am Computer.

Hunsteger verliert OB-Amt in Hamm: Saubere Übergabe an Herter

Seit Montag bereitet sich auch Marc Herter auf das neue Amt vor. Neben den Sondierungsgesprächen, die für eine ordentliche Mehrheit im Rat sorgen sollen, muss er sich auch auf die Amtsgeschäfte im Rathaus vorbereiten. Dazu wollte er mit Hunsteger-Petermann zeitnah telefonieren und Gesprächstermine vereinbaren. Dabei soll es auch um Verwaltungseinzelheiten gehen, in die er eingeweiht werden muss. Zudem muss Herter sein Büro im Düsseldorfer Landtag räumen. Mit der Vereidigung zum Oberbürgermeister erlischt automatisch das Landtagsmandat. Herter ist seit zehn Jahren SPD-Landtagsabgeordneter für die Stadt Hamm. Von 2011 bis 2018 war Herter Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion.

Von der Wahl Herters zum Oberbürgermeister profitiert übrigens auch Kirsten Pieczynski. Da der Oberbürgermeister automatisch dem Rat angehört, rückt Pieczynski nach und erhält den Sitz.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare