Neue Autos für Pflegekräfte

Pflege statt Brötchen: Dennis Harhoff bezieht mit Pflegedienst Räume der ehemaligen Bäckerei Schotte

Einst Bäckerei, nun Pflegedienstbüro: Dennis Harhoff hat sein Unternehmen in Hamm eröffnet. Zum Team vom „Pflegedienst Dennis“ gehören die stellvertretende Pflegedienstleiterin Katrin Vögeding (Mitte) und Altenpflegehelferin Sabine Linneweber.
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Einst Bäckerei, nun Pflegedienstbüro: Dennis Harhoff hat sein Unternehmen an der Münsterstraße 196 eröffnet. Zum Team vom „Pflegedienst Dennis“ gehören die stellvertretende Pflegedienstleiterin Katrin Vögeding (Mitte) und Altenpflegehelferin Sabine Linneweber.

„Wir wollen es besser machen.“ Mit diesem Anspruch ist Dennis Harhoff vor einigen Wochen angetreten, als er seinen Pflegedienst „Pflegeteam Dennis“ gegründet hat. Und das in Zeiten von Corona.

Heessen – Die eigentliche Gründung des Unternehmens war – was die Behördendinge anging – überhaupt kein Problem, erzählt Harhoff, der Inhaber, Geschäftsführer und Pflegedienstleiter in Personalunion ist. Vieles sei problemlos per Telefon oder E-Mail zu erledigen gewesen. „Die Probleme warteten an ganz anderer Stelle“, sagt er.

Schließlich mussten Fahrzeuge angeschafft und das Büro an der Münsterstraße 196 – in der ehemaligen Bäckerei Schotte – eingerichtet werden. „Aber weder Autos noch Büromöbel waren kurzfristig zu bekommen. Rund sechs Wochen haben wir darauf gewartet“, erzählt der Geschäftsführer des Pflegedienstes.

Neue Fahrzeuge für sichere Mobilität

Mittlerweile ist alles eingerichtet, die Zeit der Arbeit am alten Küchentisch vorbei und die Autos einsatzbereit. „Unsere Fahrzeuge sind besonders gut ausgestattet, damit unsere Pflegekräfte weder im Sommer noch im Winter Probleme bekommen. Assistenzsysteme, Standheizung, Klima und Navi sind Standard“, sagt die stellvertretende Pflegedienstleiterin Katrin Vögeding.

Und eine weitere Erleichterung für die Pflegekräfte wie auch die Kunden hat der neue Dienst eingeführt. „Wir wollen weg vom ganzen Papierkram. Deshalb bekommt jeder Kunde von uns einen Tablet-PC gestellt, in den die Krankendaten übertragen werden. Das ist für alle Beteiligten eine Erleichterung“, sagt Vögeding.

Pflegedienst mit Kapazitäten

Doch Corona mache sich durchaus auch im Arbeitsalltag bemerkbar. „Wegen Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit bleiben mehr Menschen zu Hause und pflegen ihre Angehörigen selbst“, weiß Dennis Harhoff. Und was auch eine Rolle spiele: Die oft alten Menschen, die in der Regel zur Hochrisikogruppe für Corona gehören, seien einfach vorsichtig, wen sie sich ins Haus holten und ob überhaupt. „Die Arbeit für uns ist dadurch weniger geworden“, stellt Harhoff fest.

Zurzeit versorgt das „Pflegeteam Dennis“ rund 20 Menschen in ganz Hamm mit sieben Fachkräften – davon ein Azubi sowie drei Praktikanten – und hat noch Kapazitäten frei. „Unsere Mitarbeiter sind Altenpfleger oder Altenpflegehelfer, also allesamt qualifiziert“, sagt Harhoff. Auch der Pflegebedarf sei vorhanden, zumal die Devise „ambulant vor stationär“ auch von den Krankenkassen beziehungsweise vom Medizinischen Dienst bevorzugt werde.

Dennoch sei die Akquise von neuen Kunden zurzeit schwierig. „Wir wollen individuelle Pflege, angepasst an die Bedürfnisse der Kunden, anbieten“, sagt Katrin Vögeding. Dazu gehören die ambulante Pflege, die häusliche Krankenpflege sowie die Palliativpflege ebenso wie die hauswirtschaftliche Versorgung der Kunden.

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