Katholische Kirche in der Kritik

Hammer Pfarrer sammelt 2500 Unterschriften gegen Segnungsverbot

Pfarrer Bernd Mönkebüscher sammelt Unterschriften.
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Pfarrer Bernd Mönkebüscher sammelt Unterschriften.

2500 katholische Geistliche, Hochschulprofessoren und Pastoralreferenten haben mittlerweile die unter anderem vom Pfarrer Bernd Mönkebüscher aus Hamm initiierte Petition gegen ein Segnungsverbot für homosexuelle Paare in der katholischen Kirche unterzeichnet.

Hamm - Pfarrer Mönkebüscher zeigt sich erfreut über die Resonanz. Er sei zusammen mit dem Würzburger Studentenseelsorger Burkhard Hose von 100 bis 200 Unterschriften ausgegangen. Angesprochen seien Angestellte der katholischen Kirche, so Mönkebüscher. Und die hätten durchaus etwas zu befürchten, wenn sie sich gegen Rom stellen.

Dass nun so viele unterzeichnet haben, zeige, dass viele anders denken und handeln als der Vatikan es vorgebe. Im besten Fall resultiere daraus eine Änderung der bisherigen katholischen Sexualmoral.

Die Unterschriften sollen am Samstag in Bonn übergeben werden, und zwar an Birgit Mock, die familienpolitische Sprecherin des ZdK, und den Aachener Bischof Helmut Dieser. Beide leiten das Synodalforum „Leben in gelingenden Beziehungen“.

Segnungsgottesdienste für ALLE Paare geplant

Um ein Zeichen zu setzen, lädt Mönkebüscher mit weiteren Initiatoren für den 10. Mai bundesweit zu Segnungsgottesdiensten für Paare ein. In Hamm soll ein solcher in der Pfarrkirche St. Agnes stattfinden. Diese Segnungsgottesdienste sollten vom Charakter her denen am Valentinstag ähnlich sein, sagte Mönkebüscher. Angesprochen seien alle Paare, eben auch solche, die nach kirchenrechtlichem Verständnis nicht heiraten dürfen. Dazu zählten neben homosexuellen Paaren auch solche, die nach einer vorherigen Ehe nicht erneut kirchlich getraut werden dürfen.

Schon zwei Regenbogenfahnen gestohlen

Derweil ist bereits die zweite Regenbogenfahne vor einer katholischen Kirche gestohlen worden, in diesem Fall vor St. Bonifatius in Werries. Die Fahnen zu hissen sei eine Aktion des Pfarrgemeinderates gegen Ausgrenzung, sagte Mönkebüscher. Gläubige, die sich daran stören, könnten jederzeit das Gespräch mit den Verantwortlichen suchen.

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