Problemfall B63

Baustelle treibt Raser-Quote hoch - Blitzer soll Pendler ausbremsen

Radarkontrolle
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Im tiefen Hammer Süden soll öfter geblitzt werden.

Die Baustelle befindet sich gar nicht direkt vor der Haustür, und doch haben einige Bürger Wambelns bereits die Nase voll von den Arbeiten auf der Bundesstraße B63 in Hilbeck.

Rhynern - Seit dem Start der Baustelle auf der B63 hat sich der Verkehr auf der Sönnernstraße und Wambelner Straße noch einmal deutlich erhöht. Und damit ist auch die Zahl der Raser gestiegen, darunter auch Lkw, die deutlich zu schnell unterwegs sind. Auf dem letzten Stück der Sönnernstraße in Richtung Wambeln gilt Tempo 30. Das interessiert viele Pendler aber gar nicht. Sie drücken vielmehr kräftig aufs Gaspedal.

In ihrer Verzweiflung wandten sich Anwohner an den Bezirksbürgermeister Andreas Obering. Der organisierte einen Ortstermin mit Vertretern der Verwaltung, die sich kooperativ und entschlussfreudig zeigten. Hier müsse schnell etwas passieren, waren sie sich einig.

„Es wird ein paar bauliche Maßnahmen geben“, erläutert Obering. Es werde durch Verkehrsschilder noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass dort nicht schneller als 30 gefahren werden darf. Und dieser Tempo-30-Bereich werde noch einmal ausgeweitet, beginne demnächst, aus Sönnern kommend, deutlich eher. Auch auf den kreuzenden Alleenradweg werde in Zukunft noch einmal ausdrücklich hingewiesen. Immerhin sei dies eine Gefahrenstelle, so Obering.

Am meisten verspricht sich der Bezirksbürgermeister aber von den angekündigten Tempomessungen. „In den nächsten Tagen und Wochen wird dort sehr häufig geblitzt werden“, teilte Obering mit. Die Verkehrsteilnehmer müssten dann irgendwann wissen, dass sie dort 30 fahren müssen.

Erste Messungen zeigten bereits, dass die Quote der zu schnell Fahrenden recht hoch ist. „34 Prozent der gemessenen Fahrzeuge waren zu schnell unterwegs“, so Obering, der sich ausdrücklich bei der Verwaltung für die schnelle Umsetzung dieser Maßnahmen bedankte. Es habe ja keinen Sinn zu warten, bis die Baustelle in Hilbeck beendet ist. Es müsse jetzt etwa passieren, „denn die Situation dort ist wirklich prekär. Das hat der Ortstermin mehr als deutlich gezeigt“, beschreibt Obering einen Vorführeffekt, der besser nicht hätte sein können.

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