Anschubfinanzierung für Hammer Großprojekt gesichert

Neues Leben auf alter Zeche: Millionen für CreativRevier Heinrich Robert

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Hamm - Dem CreativRevier Heinrich Robert steht nichts mehr im Wege: Die millionenschwere Anschubfinanzierung ist gesichert. An dem Projekt hängen jede Menge Arbeitsplätze.

Christoph Dammermann, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, teilte Dienstag auf der Expo Real in München - einer internationalen Fachmesse für Immobilien und Investition - mit, dass die Anschubfinanzierung in Höhe von 2,5 Millionen Euro für die Entwicklungsagentur „CreativRevier Heinrich Robert“ genehmigt worden sei. Der Förderbescheid wird in Kürze zugestellt. Damit kann diese am 1. Januar 2019 ihre Arbeit aufnehmen.

Das sind die Ziele:

Der Kernbereich mit den Gebäuden, von denen fast alle als denkmalwürdig eingestuft wurden, soll zu einem Quartier für Kunst, Kultur, Kreativ-, Dienstleistungs- und Freizeitwirtschaft entwickelt werden. Nach außen hin sollen auf dem insgesamt rund 55 Hektar großen Gelände – das entspricht der Größe von etwa 75 Fußballfeldern – Wohnungen und Gewerbe angesiedelt werden.

Aus der Luft ist der betroffene Bereich der früheren Zeche rund um den Hammerkopfturm gut nachvollziehbar.

Die Aufgaben der Entwicklungsagentur:

Die Agentur ist ein Tochterunternehmen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hamm (WFH) mit einer Beteiligungsquote von 75,1 Prozent. Als Gesellschafter beteiligt sind ferner die RAG Montan Immobilien (Anteil 20 Prozent) und die und die mit der Ruhrstadt-Stiftung kooperierende Prisma GmbH & Co. KG (Anteil 4,9 Prozent). Deren Gesellschafter, Jürgen Tempelmann, hatte 2013 erstmals das Interesse an einer Entwicklung des Geländes nach dem Vorbild der Zeche Fürst Leopold in Dorsten bekundet. Er hofft nun auf bis zu 1000 neue Arbeitsplätze auf dem früheren Zechengelände.

Symbolischer Start für CreativRevier Heinrich Robert

Zu den Aufgaben der Entwicklungsagentur gehören unter anderem die Entwicklung eines Marketingkonzepts für das CreativRevier, die Akquisition von zukünftigen Nutzern, die Planung und Durchführung von überregional für Aufmerksamkeit sorgenden Veranstaltungen, die Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfes sowie die Planung der notwendigen Entwicklungs- und Sanierungsmaßnahmen für das zu erhaltende Gebäudeensemble. Chef der Entwicklungsagentur ist Martin Löckmann (WFH). Löckmann kündigte indes an, dass es im kommenden Jahr 2019 wieder eine "Extraschicht" auf Heinrich Robert geben soll.

Sprengung vom Rundeindicker u. Bergebunker auf Zeche Heinrich Robert Hamm 

Die Agentur ist zunächst für die Dauer von drei Jahren geplant. Insgesamt stehen ihr 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. 2,5 Millionen Euro kommen vom Land, den Rest übernehmen die Gesellschafter.

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