Luftbilder

Aktuelle Daten für Millionenprojekt: Vermessung der geplanten B63n startet im Juni größtenteils aus der Luft

Die in kürze beginnenden Vermessungsarbeiten  für die B63n sollen größtenteils aus der Luft durchgeführt werden.
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Die in kürze beginnenden Vermessungsarbeiten  für die B63n sollen größtenteils aus der Luft durchgeführt werden.

Auf dem rund 9,4 Kilometer langen Abschnitt der geplanten B63n zwischen der Pelkumer Straße (Höhe Am Eckey) in Bönen-Nordbögge und der Hafenstraße in Hamm finden in den kommenden Monaten umfangreiche Vermessungsarbeiten statt.

Pelkum – Sie dienten, wie Dirk Becker vom Tiefbauamt der Stadt erklärte, der Planung und dem späteren Bau des millionenschweren Projekts. „Und dafür brauchen wir aktuelle Daten.“

Mit den Vermessungsarbeiten, die im Juni beginnen und die sich voraussichtlich bis November hinziehen werden, wurde eine Firma aus Herten beauftragt. Laut Amtlicher Bekanntmachung werden sie in einer Breite von bis zu 500 Metern rechts und links der im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) festgelegten Achse durchgeführt.

Vermessung mit modernster Technik

Gemäß des Bundesfernstraßengesetzes dürften die Arbeiten auch auf Privatgrundstücken stattfinden. Wie Becker erklärte, werde die Strecke mithilfe modernster Technik vermessen. Ein Großteil der Trasse werde beflogen, kündigte er an. Dort, wo eine Befliegung nicht ausreiche oder nicht möglich sei, fänden die Arbeiten aber auch vor Ort statt.

B63n soll auf Gleise gelegt werden

Neben der Trasse wird auch ein Teil des Rangierbahnhofs etwa zwischen nördlich des Waggonbauunternehmens Kiffe an der Rathenaustraße und der Banningstraße vermessen. Die Stadt möchte nämlich, dass die B63n in diesem Abschnitt auf die Gleise gelegt wird.

Die B63n soll als künftige Verbindungsachse zwischen der Autobahn 2 und der Innenstadt speziell den Hammer Westen verkehrstechnisch entlasten. Erste Vermessungsarbeiten sollen in Kürze starten.

Entschieden sei zwar noch nichts, hinsichtlich der Nutzungsfreigabe der Gleise durch die Bahn sei man aber, so Becker, auf einem guten Weg. Der würde vor allem die Untertunnelung der Günterstraße überflüssig machen und die Kosten drücken.

Zwischen der Banningstraße und der Hafenstraße sei eine Nutzung der Gleise nicht möglich, hier würde die B63n als Hochstraße verlaufen. Bereits Anfang 2019 wurden Pläne für die Nachnutzung der 77 Gleise und zwei Weichen gemacht. 

Bessere Anbindung und Beeinträchtigung der Tierwelt

Neben der Vermessung der B63n laufen noch andere Arbeiten, bevor in die konkrete Planung eingestiegen werden kann. Dazu gehörten, so Becker, das Verkehrsgutachten und die faunistische Planungsraumanalyse. In Letzterer findet die Beurteilung von Beeinträchtigungen auf die Fauna (Tierwelt) statt.

Die B63n soll die Innenstadt mit der A2 in Bönen verbinden und dabei Straßenzüge im Hammer Westen und in Pelkum entlasten.

Höhere Baukosten sind wahrscheinlich

Die Kosten für den Bau betragen 60 Millionen Euro, wie im BVWP nachzulesen ist. Allerdings: Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2014. Und angesichts der in den vergangenen Jahren deutlich gestiegenen Baukosten dürften sie mittlerweile um einiges höher liegen, so Becker.

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