Vandalismus im Lippepark: Haldenzeichen beschmiert und Bank als Grillrost benutzt

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Pelkum - Das neue Haldenzeichen auf der Bergehalde „Kissinger Höhe“ ist noch nicht einmal offiziell eingeweiht, schon haben die Stadt und der Regionalverband Ruhr (RVR) mit schweren Vandalismusschäden zu kämpfen.

„Von unten nach oben ist die Landmarke von innen fast durchgehend beschmiert“, ärgert sich Hamms bekanntester Barfußläufer Burkhard Reinberg von der BIGFoot-Gruppe Hamm. Auch außen habe er einige Schmierereien entdecken können.

Und nicht nur das: Das Schild, das die Besucher davor warnt, das Haldenzeichen bei Gewitter zu betreten, haben Unbekannte umgestoßen. Schäden gibt es auch auf einer Bank: Eines von vier Sitzelementen wurde samt Rückenlehne herausgebrochen. „Hier waren rohe Gewalt und blinde Zerstörungswut im Spiel“, so Reinberg, der interessierte Barfußläufer regelmäßig über die Halde führt.

Doch nicht nur die Vandalismusschäden ärgern ihn. Auch das sonstige Verhalten einiger Besucher bringt ihn zur Weißglut. Kürzlich habe er zwei junge Leute zurechtweisen müssen, die sich halb nackt auf dem Tisch, an dem eigentlich gepicknickt werden soll, herumgelümmelt hätten.

Auch von Außen haben die Vandalen das neue Haldenzeichen beschmiert.

Von den zerdepperten Flächen, dem Müll und angesengten Bäumen wolle er erst gar nicht reden. Warum einige Haldenbesucher die Bank zerstört haben, kann Reinberg nur erahnen. Für ihn liegt die Vermutung nahe, dass die Sitzfläche als Grill zweckentfremdet wurde. Ein ähnliches Schicksal habe in der Vergangenheit übrigens auch schon den einen oder anderen Einkaufswagen ereilt.

Das Sitzelement einer Bank wurde herausgebrochen und als Grillrost benutzt, vermutet Reinberg.

Die Schäden auf der Halde wurden auch schon vom RVR, der Stadt und der Polizei registriert. „Uns liegt eine Anzeige vor“, so eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage unserer Zeitung. Demnach müssen die Schmierereien zwischen dem 27. und 30. April aufgetragen worden sein. Definitiv vorher beschädigt wurde die Bank.

Nach Angaben von RVR-Sprecherin Barbara Klask bemüht sich der Förderverein „Kissinger Höhe“ derzeit um Ersatz. Übrigens: Die Stadt plant die Einweihung der Haldenzeichen „Kissinger Höhe“ und „Radbod“ für den Sommer. Bis dahin läuft noch viel Wasser die Lippe herunter..

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