Stadt setzt "Szene-Treff" in Pelkum instand

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Kein schöner Anblick war der Szene-Treff an der Kamener Straße zu Beginn des Jahres. Mittlerweile wurde er deutlich aufgewertet.

Pelkum - Es sind Menschen, die eher am Rande der Gesellschaft stehen. Umso mehr freut es sie, dass die Stadt Hamm auch sie und ihre Anliegen ernst nimmt – auch wenn es sich bei der Instandsetzung „ihres“ Szene-Treffs an der Kamener Straße um eine vergleichsweise kleine Maßnahme handelt.

Rund 6 000 Euro hat sich die Stadt diese kosten lassen. Für die Besucher des Treffpunkts hat sich dadurch aber ein „unglaublicher Mehrwert“ ergeben. Sie loben, wie sie im Gespräch mit unserer Zeitung sagen, die Teilverkleidung des Pavillons, das Aufstellen eines festen Tisches und vor allem die Befestigung des Bodens. „Dadurch gibt es keine Stolperfallen mehr“, sagt einer und verweist zudem auf den mit Rindenmulch ausgelegten Trampelpfad zum Dixi-Klo. Und: „Auch die Toilette wird jetzt öfter geleert.“ 

Als weitere Maßnahme wurde in der vorigen Woche ein Stabgitterzaun als Abgrenzung zum Stadtteilpark Schulze-Pelkum aufgestellt. Zudem seien, wie Bürgeramtsleiter Thomas Filthaut sagt, allgemeine Baumpflegemaßnahmen durchgeführt worden. Dabei sei auch einiges an Totholz und Wildwuchs entfernt worden. Und auch die Sichtachse zur Kamener Straße sei wiederhergestellt worden, so Filthaut. „Was jetzt noch fehlt, ist ein Fahrradständer.“ 

Den Szene-Treff an dieser Stelle gibt es seit Mitte 2005. Wie Filthaut betont, verhielten sich die Besucher absolut unauffällig. „Sie sind friedlich.“ Beschwerden von Anwohnern hinsichtlich ihres Verhaltens habe es nicht gegeben. Die betrafen lediglich das äußere Erscheinungsbild des Szene-Treffs. Ein umgestürzter Holzzaun, ein notdürftig mit Planen abgehängter Pavillon und jede Menge Wildwuchs: die Mängelliste war lang. Auf Antrag der SPD-Bezirksfraktion wurde sie in den vergangenen Wochen abgearbeitet. Einig waren sich die Bezirksvertreter in ihrer Einschätzung darin, dass der Treff erhalten und nicht verlegt werden soll. 

Wie die Besucher zeigt sich auch der Bürgeramtsleiter mit der Maßnahme zufrieden: Wind und Wetter hätten in den vergangenen 13 Jahren ihr Spuren am Treffpunkt hinterlassen. Es sei daher an der Zeit gewesen, ihn instand zu setzen. Das finden auch die Besucher, die sich über jeden Gast freuen, sei es der Bürgeramtsleiter und der Bezirksbeamter der Polizei, Günter Schulte. Die zehn Besucher – manchmal sind es auch mehr – genießen in diesen Tagen ihren „neuen“ Treffpunkt und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Sie hören leise Musik, diskutieren und trinken das eine oder andere Bier.

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