Der nächste Alltagsmensch heißt "Theo"

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Theo Rohrkamp und Kumpel "Theo".

Wiescherhöfen - Mit Kumpel „Theo“ wurde am Montag der fünfte Alltagsmensch im Stadtbezirk Pelkum – hinzu kommt noch der Hund „Rüdiger“ – offiziell eingeweiht.

Auf dem Hochbeet am Marktplatz Wiescherhöfen stehend, befindet er sich in guter Gesellschaft. Seine „Nachbarn“ sind eine Koksofentür und ein Förderrad. Das Ende des Steinkohlenbergbaus in Deutschland sei der richtige Zeitpunkt, eine solche Figur aufzustellen, sagte Bezirksvorsteher Udo Schulte zu Beginn. Er bedankte sich beim Förderverein Wiescherhöfen als Initiator der Aktion, der Sparkasse als Großsponsor und beim langjährigen Betriebsratsvorsitzenden der Zeche Heinrich Robert, Theo Rohrkamp, der die Patenschaft von „Theo“ übernommen hat. Beim Aufstellen der Figur mitgeholfen hat zudem die AGE-Gruppe Bergwerk Ost. 

Torsten Cremer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hamm, betonte vor rund 70 Zuhörern, dass man das Aufstellen von Kumpel „Theo“ gerne mit 1500 Euro unterstützt habe. Derartige Aktionen machten den Stadtbezirk lebens- und liebenswerter, so Cremer in Anspielung auf die mittlerweile sechste Lechner-Figur an der Kamener Straße und im Selbachpark. Zudem wertete er das Engagement der Sparkasse gerade an dieser Stelle als Bekenntnis zum Standort. „Unsere Filiale am Wiescherhöfener Marktplatz bleibt auf jeden Fall erhalten“, sagte er. 

Unbekannte köpfen den Alltagsmenschen Mike

Eugen Böger vom Vorstand des Fördervereins Wiescherhöfen erinnerte daran, dass man sich seit 2003 im Stadtbezirk engagiere und die Tradition der Alltagsmenschen gerne habe fortsetzen wollen. Ebenso wie seine Vorredner äußerte er die Hoffnung, dass der Alltagsmensch nicht zerstört wird. „Es wäre daher hilfreich, wenn er demnächst noch auch beleuchtet werden könnte.“ 

Theo Rohrkamp freute sich sehr über die Auszeichnung, dass man ihn als Paten für die Figur auserkoren habe. „Der Alltagsmensch könnte aber genau so Kumpel Willi, Heinz oder Jupp heißen. Es hätte immer den richtigen getroffen.“ Mit Blick auf das geplante CreativRevier auf „seiner“ Zeche Heinrich Robert äußerte er die Hoffnung, dass demnächst dort viele „vernünftige“ Arbeitsplätze entstehen. 

Udo Schulte, der unter den Gästen auch seinen Herringen Kollegen Klaus Alewelt, Rechtsdezernent Jörg Mösgen sowie eine Abordnung der Knappenvereins Herringen begrüßte, sprach davon, dass auf Heinrich Robert bis zu 1000 Arbeitsplätze entstehen könnten. „Wir sind auf einem guten Weg.“ Es habe auch schon einige Gespräche mit Interessenten gegeben. Mehr könne er aber nicht verraten, um keine falschen Hoffnungen zu wecken. Beendet wurde die Einweihungsfeier mit dem Steigerlied, das von einem Großteil der Anwesenden ohne Textvorlage aus voller Brust mitgesungen wurde.

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