"Nein" zu Windrädern auf Bergehalde

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Windräder auf der Sundern-Halde? Da will die Stadt Hamm nicht mitspielen.

Pelkum -  Eine Windkraftanlage auf der Bergehalde „Sundern“? Für die RAG Montan Immobilien (MI) ist das mehr als nur eine Vision – nicht aber für die Stadt Hamm.

Nach Einschätzung der RAG MI eignen sich neun weitere Bergehalden – die meisten befinden sich am Rande des Ruhrgebiets – als Standorte für Windkraftanlagen, darunter auch die Sundern-Halde. Sie befindet sich noch unter Bergaufsicht und war schon einmal für eine Windkraftanlage im Gespräch – und zwar in Kombination mit einem Pumpspeicherkraftwerk. Die Konzerne RWE und RAG hatten dazu mit ihren Tochtergesellschaften RAG Montan Immobilien und RWE Innogy im November 2010 eine Absichtserklärung unterschrieben. Aus wirtschaftlichen Gründen – eine solche Anlage hätte rund 60 Millionen Euro gekostet – wurden die Pläne dann aber nicht weiter verfolgt.

Anders sieht das jedoch beim Betrieb eines reinen Windparks aus. Da die RAG MI ihre Projektierung von Solaranlagen eingestellt hat, richtet sie den Blick auf ihre Windkraftaktivitäten in NRW. 2018 wurden sieben Anlagen in Betrieb genommen. Insgesamt sieht das Unternehmen hier noch ein „großes Potenzial“. Daher wurden für einige potenzielle Standorte entsprechende Gutachten in Auftrag gegeben, allerdings noch nicht für die Sundern-Halde. Nach Angaben der RAG MI ist diese für Windkraftanlagen besonders gut geeignet. Allerdings ist dem Unternehmen auch bewusst, dass die Stadt Hamm solchen Anlagen skeptisch gegenübersteht. 

Das hat diese in ihrer Stellungnahme zum neuen Regionalplan auch noch einmal bekräftigt. Bereits vor einiger Zeit hatte der Rat den Beitritt zur Windkonzentrationszone Barsen beschlossen. Darüber hinaus möchte die Stadt aber keine zusätzlichen WEB auf dem Stadtgebiet festlegen. Sie regt daher an, die im Regionalplanentwurf bereits ausgewiesenen WEB Isenburg und Weetfeld/A2 herauszunehmen. „Ersatzweise, sofern dieser vorgenannten Anregung nicht gefolgt werden kann, wird angeregt, insbesondere vor dem Hintergrund des Änderungsverfahrens des Landesentwicklungsplans NRW, das entsprechende Ziel zu einem Grundsatz herabzustufen.“ 

Mit Blick auf mögliche Windräder auf der Bergehalde Sundern betonte Stadtsprecher Lukas Huster, dass man den dafür erforderlichen Windenergiebereich nicht ausweisen werde. Doch ohne WEB könne eine Windenergieanlage nicht genehmigt werden.

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