Sanierung von Haus Bußmann

So eindrucksvoll verändert sich die Pelkumer „Bauernvilla“

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Pelkum - 15 Container mit alter Tapete, Verkleidungen und Teppichresten haben die Arbeiter in den vergangenen Tagen aus dem Haus Bußmann in Pelkum geschleppt. Es ist nicht die erste Stufe einer umfassenden Renovierung.

Allmählich beginnt das Haus Bußmann - 1888 als Wohngebäude im Stile einer Bauernvilla gebaut - „wieder zu atmen“. Man habe, wie Architekt Viktor Nachtigall erklärt, in den vergangenen Tagen bis zu acht Schichten Tapete von den Wänden gekratzt sowie Verkleidungen und Teppiche entsorgt, insgesamt 15 Container. Schon im Frühjahr solle mit einer Übergangsgruppe für 15 bis 20 Kindergartenkinder neues Leben in das unter Denkmalschutz stehende Haus einkehren.

Für Nachtigall und Investor Patrick Eckardt ist dessen Sanierung eine „große Herausforderung“. Aufgrund des Denkmalschutzes müssten die einzelnen Schritte mit der Unteren Denkmalbehörde abgestimmt werden. „Wir stehen in einem ständigen Austausch“, so Nachtigall.

Begonnen hatten die Arbeiten auf dem Anwesen an der Kamener Straße/Höhe Große Werlstraße mit dem Abriss des Anbaus, der aus Sicht der Denkmalschützer nicht denkmalwürdig war. Zudem wurden Bäume und Sträucher entfernt. Anschließend wurde das marode Dach des Hauptgebäudes neu eingedeckt – und das nicht nur mit irgendwelchen Ziegeln. Man habe sich, so Nachtigall, für Tonziegel in Naturrot entschieden. So habe das Dach auch früher ausgesehen.

Sanierung von Haus Bußmann in Pelkum

In den kommenden Wochen werde man dann auch noch die Fassade reinigen und an der einen oder anderen Stelle nachfugen. Ansonsten werde man an ihr nichts ändern.

Der historische Charakter des Gebäudes soll auch im Inneren erhalten bleiben. Und nicht nur das: Man wolle ihn, so Nachtigall, noch besser zur Geltung bringen. Denn im Laufe der Jahrzehnte wurde in dem Haus nicht nur mehrere Male neu tapeziert. Auch die 130 Jahre alten Türen und Treppen wurden immer wieder neu gestrichen. Um herauszufinden, was die Originalfarbe war, werden sie derzeit Schicht für Schicht abgeschliffen. Bei der künftigen Farbgestaltung wolle man sich, so Nachtigall, ans Original halten.

Mit Überraschungen ist immer zu rechnen

Bis spätestens Ende Februar will Nachtigall das Gebäude soweit untersucht haben, dass er sagen kann, wann genau im Frühjahr die von der Caritas betreute Übergangsgruppe dort einziehen kann. „Das hängt auch davon ab, ob wir noch auf irgendwelche Überraschungen stoßen.“ Bei solch alten Gebäuden müsse immer damit gerechnet werden.

Nach Fertigstellung soll das komplette Erdgeschoss von den Kindern genutzt werden. Im ersten Stock wird die Verwaltung des Kindergartens untergebracht. „Im zweiten Stock haben wir noch Platz.“ Hier könne er sich zum Beispiel eine Logopädiepraxis vorstellen, so der Investor.

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