Erstes Bezirksavantgardenschützenfest

Ein Sandstrand mitten in Wiescherhöfen

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100 Tonnen Sand – wie hier bei der Karibik-Night 2016 – verwandeln den Schützenplatz in ein Strandparadies.

Wiescherhöfen/Weetfeld - Exotische Bambus-Büsche auf dem Festplatz der Schützengesellschaft Wiescherhöfen-Weetfeld sind die ersten Vorboten für eine Feier der etwas anderen Art. Am ersten Juni-Wochenende findet am Feldlerchenweg das 1. Bezirksavantgardenschützenfest der Garden aus Wiescherhöfen-Weetfeld, Wiescherhöfen-Lohauserholz und Pelkum statt.

Die drei Nachwuchsorganisationen wollen dabei einen Spagat zwischen Tradition und neuen Elementen schaffen. „Jeder Verein backt irgendwie seine eigenen Brötchen in Sachen Schützenfest, jetzt wollen wir auf der Ebene der Avantgarden das erste Mal zusammenarbeiten und ein tolles Fest auf die Beine stellen“, sagt Florian Frede, 1. Kommandeur in Wiescherhöfen-Weetfeld.

Möglich macht die Premiere das Lückenjahr der Schützengesellschaft, die in diesem Jahr kein Schützenfest feiert. So war der traditionelle Termin am ersten Juni-Wochenende frei für die drei Garden, die in den vergangenen Jahren immer stärker miteinander verbunden sind. „Die Ur-Idee lag wohl bei uns, vor etwa zwei Jahren hatten wir das erste Mal angefragt“, sagt Steve Blohm, 1. Kommandeur der Hölzkener. „Dann gab es einige Zeit später eine positive Rückmeldung von Florian, der gesagt hat ,Ja, wir haben Bock‘.“

Tim Busemann, der den Pelkumer Gardisten vorsitzt, ergänzt: „Und auf dem Schützenfest in Pelkum haben wir diese Idee dann festgezurrt vor einem Jahr.“ Seitdem ist viel passiert. Ein eigens eingerichtetes Gremium hat sich regelmäßig getroffen und neue Ideen entwickelt, die Feier möglichst attraktiv zu gestalten. Für die eigenen Mitglieder, aber auch für Gäste, denen das Schützenwesen bisher eher fremd ist. „Wir wollen zeigen, dass ein Schützenfest mehr sein kann als ein Partyzelt mit Schlagermusik“, heißt es aus dem Kreis der Gardisten.

100 Tonnen Sand sorgen für „echtes Strandgefühl“

Am Nachmittag des 2. Juni ermitteln die drei Garden unter der Vogelstange den 1. Avantgardenbezirkskönig, zuvor soll der prachtvolle Adler von Vogelbauer Robin Spelsberg noch per Gewinnspiel einen Namen erhalten und getauft werden. Am Abend steigt dann – organisiert von der Schützengesellschaft – die große Karibik-Night. 100 Tonnen Sand sollen für „echtes Strandgefühl“ sorgen.

Zudem gibt es zur Abkühlung einen großen Pool und frische Cocktails. Das DJ-Team von MS-Musik hat schon vor zwei Jahren hunderte Gäste an den Feldlerchenweg gelockt – der Eintritt ist auch in diesem Jahr frei. Zum Abschluss des Abends soll ein großes Feuerwerk den Nachthimmel über den drei Dörfern in bunte Farben tauchen. „Wir wollen mit dieser Veranstaltung zeigen, dass auch drei Garden zusammen ein tolles Fest auf die Beine stellen können – mit Einflüssen aus allen Vereinen“, sagt Tim Busemann. Blohm ergänzt: „Der Zusammenhalt ist uns wichtig. Die Garden unterstützen sich, wo es geht. Wir haben uns in den zurückliegenden Jahren angenähert.“

Die drei Kommandeure Steve Blohm, Tim Busemann und Florian Frede (von links) organisieren mit ihren Garden das 1. Bezirksavantgardenschützenfest.

Besonders in Zeiten schwankender Mitgliedszahlen sei das nötig, sind die drei Kommandeure überzeugt. „Wir erhoffen uns natürlich auch, neue Leute vom Schützenwesen zu begeistern. In welchen Verein die dann eintreten ist dann egal – von mir aus auch in alle drei“, meint Blohm mit einem Augenzwinkern. „Uns ist darüber hinaus aber auch die Anerkennung des Stadtverbandes wichtig.“ Zu ihrem Schirmherrn für die erste Auflage des Bezirksavantgardenschützenfestes haben die drei Garden deshalb auch Stadtkaiser Rolf Schmieder ernannt.

In den verbleibenden drei Wochen bis zum Fest kommt auf die Garden noch einiges an Arbeit zu. An jedem Samstag findet am Feldlerchenweg ein Arbeitseinsatz statt, damit die Bambusbäume, die als Pool-Deko dienen sollen, nicht die einzigen Vorboten bleiben. Girlanden müssen aufgehängt und die Vogelwiese in ein Strandparadies verwandelt werden – in der Woche vor dem Fest werde der Arbeitsaufwand deshalb „noch einmal intensiviert“, erklärt Frede, der auch vor schlechtem Wetter keine Angst hat: „Ich bin sicher, dass die Sonne scheinen wird. Und wenn nicht, dann feiern wir nach dem Vogelschießen eben ein Schlammfestival.“

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