Baustelle unter den sieben Brücken

Rinne am Radweg zugepflastert: Schildbürgerstreich im Hölzken?

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Sollte die Rinne fehlen, wird sie wieder neu eingebaut, versicherte ein Stadtsprecher. Die Verwaltung beobachte den Winter über, ob sich Wasser auf dem Gehweg staut.

Lohauserholz - Kurz vor Beginn der Frostperiode hat die Stadt damit begonnen, den Geh- und Radweg an der Günterstraße zu sanieren und Setzungen in der Pflasterdecke zu beseitigen.

Viele Bürger begrüßen das. Nur: Einige Leser, darunter SPD-Bezirksvertreter Axel Püttner, fragen sich, wo die Entwässerungsrinne geblieben ist. Sie ist im Zuge der Arbeiten unter den „sieben Brücken“ verschwunden.

Zur Erinnerung: Im Mai 2017 hatte Püttner darauf hingewiesen, dass Regenwasser aus Rissen in der Brücke auf den Geh- und Radweg – übrigens ein viel befahrener Schulweg – spritzt und diesen regelmäßig unter Wasser setzt. Ebenso läuft Wasser aus dem Bahndamm auf den Gehweg und sammelt sich in den Senken, was wiederum bei Frost zu einer gefährlichen Glatteisbildung führt. Selbst bei längerer Trockenheit war der Weg oft vereist, da das Wasser unaufhörlich lief.

Dieses Bild von 2016 zeigt einen Teil des Problems: Wasser läuft vom Bahndamm auf den Weg.

Wasser soll zur Straße abfließen

Von der Deutschen Bahn wurden daraufhin sogenannte Vorsatzschalen vor die Risse gesetzt, um das Spritzwasser in die Entwässerungsrinne zu leiten. Das half aber nur bedingt: Denn aus dem Bahndamm lief weiter Wasser ungehindert auf den Geh- und Radweg und sammelte sich in den Senkungen.

Diese hat die Stadt mittlerweile beseitigt. Der Gehweg wurdeneu gepflastert. Doch wo ist Rinne? Fließt das Wasser jetzt wieder auf den Gehweg, friert bei Frost, so dass eine Fläche voller Glatteis entsteht? Handelt es sich, wie ein Leser gegenüber dem WA mutmaßte, vielleicht sogar um einen Schildbürgerstreich?

Schulweg auch ohne Regen und Schnee vereist

"Wasserspiele" unter Eisenbahnbrücken im Hölzken

Dem widerspricht Stadtsprecher Lukas Huster. Bei den Pflasterarbeiten seien die spröden und maroden Rinnsteine in sich zusammengefallen, sagte er. Daher habe man sie zugepflastert. Aufgrund des jetzt wieder vorhandenen Quergefälles gehe man jedoch davon aus, dass das Wasser aus dem Bahnkörper wieder in Richtung Straße abfließe und sich nicht auf dem Gehweg sammeln werde. Man werde die Situation den Winter über aber beobachten und gegebenenfalls nachträglich eine neue Rinne einbauen, sagte er.

Die Pflasterarbeiten wurden innerhalb eines Maßnahmenpaketes für Geh- und Radwege saniert. Für sechs Maßnahmen wurden insgesamt 140.000 Euro ausgegeben. Die Arbeiten im Lohauserholz sind nahezu abgeschlossen.

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