Lohndumping: Scharfe Kritik an neuen DPD-Zentrum

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Spatenstich im Inlogparc (von links): OB Thomas Hunsteger-Petermann, Staatssekretär Christoph Dammermann, Andreas Brockhaus (List Bau) und Thomas Ohnhaus (DPD).

Weetfeld - Das neue Paketsortierzentrum von DPD im Inlogparc versetzt Marion Josten, Bezirksvertreterin der Partei „Die Linke“, nicht in Jubelstimmung.

„Was Oberbürgermeister Hunsteger-Petermann und Staatssekretär Dammerman hier begrüßen, ist ein Plus bei miesen Arbeitsbedingungen und Lohndumping.“ Ihr bereite es Sorge, wenn sich der OB mit derartigen Neuansiedlungen zufriedengebe. „Politisches Handeln muss sich am Leitbild guter Arbeit orientieren. Statt prekärer oder gesundheitsschädlicher Beschäftigung sind mehr gut entlohnte und faire Arbeitsplätze notwendig“, sagt Josten und führt weiter aus: „DPD trägt systematisch den brutalen Wettbewerb im Bereich der Kurier- und Paketdienste immer rücksichtsloser auf dem Rücken der Beschäftigten aus.“ 

Josten verweist in diesem Zusammenhang auf eine Anfrage ihrer Bundestagstraktion: Demnach sind laut Arbeitsministerium die mittleren Bruttolöhne von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit von Ende 2008 bis Ende 2016 um 15,5 Prozent auf 2 507 Euro gesunken. 

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