Protest in Lerche ohne Erfolg

Freie Fahrt für Raser: Nein zu Tempo 50 auf Kamener Straße

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Lerche -Trotz zum Teil erheblicher Kritik aus Reihen der Bevölkerung bleibt es dabei: Der Landesbetrieb Straßen.NRW als Straßenbaulastträger wird die Geschwindigkeit im Bereich der Ortsdurchfahrt Lerche auf der Kamener Straße nicht von 70 auf 50 Kilometer in der Stunde herabsetzen.

Ihren Antrag, die Höchstgeschwindigkeit zu reduzieren, hatte die CDU-Bezirksfraktion unter anderem damit begründet, dass in Lerche viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind, welche oftmals die Kamener Straße entlang gehen oder queren müssen – und dies alles ohne Fuß-/Radweg, Querungshilfe oder eine durchgehende Beleuchtung. „Hinzu kommt, dass es vergleichbare Straßen gibt, die in die Zuständigkeit des Landesbetriebs fallen und auf denen Tempo 50 außerhalb geschlossener Ortschaften gilt“, wollten die Christdemokraten das erste „Nein“ so nicht akzeptieren.

Doch auch der erneute Antrag änderte nichts an der grundsätzlichen Haltung des Landesbetriebs, der gleich mehrere Argumente aufführte, die gegen eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit sprechen. Wie es heißt, handele es sich bei dem besagten Straßenabschnitt um eine freie Strecke der L 654 – ehemals B 61 – mit regionaler Verkehrsbedeutung. Diese Funktion könne nur erfüllt werden, wenn auf der Strecke möglichst wenige Verkehrsbeschränkungen angeordnet sind. „Eine Beschränkung des Verkehrs kann zur Verlagerung führen, die eine Mehrbelastung an anderer Stelle hervorruft und damit konträr zum eigentlichen Ziel ist“, so der Landesbetrieb.

Auf dem Streckenabschnitt keine Unfallhäufung

Der führt auch das Thema „Unfälle“ an: Nach erfolgter Unfallauswertung liege auf dem Streckenabschnitt keine Unfallhäufung vor. Und weiter heißt es: „Gemäß der allgemeinen Verwaltungsvorschrift soll eine Tempobeschränkung nur da angeordnet werden, wo mit Sicherheit unangemessene Geschwindigkeiten zu erwarten sind, wo Unfalluntersuchungen eine Unfallhäufigkeit ergeben haben und wo der Streckenverlauf für den Verkehrsteilnehmer unübersichtlich ist. „Da der Straßenverlauf, die Straßenbreiten und das Verkehrsaufkommen für Geschwindigkeiten von 70 Kilometern und mehr ausgelegt sind, sind die Anforderungen für eine Geschwindigkeitsreduzierung nicht erfüllt“, so das Fazit des Landesbetriebs.

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