Attraktiv statt hässlich: Kunst an der Bahn gegen Schmierereien

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Kunst soll Schmierereien Einhalt gebieten.

Lohauserholz - Die Unterführung an der Östingstraße soll künstlerisch gestaltet werden. Das teilte jetzt die Stadtverwaltung in der Antwort auf einen Antrag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Pelkum mit.

Derzeit wird allerdings noch kräftig gebaut am hinteren Teil der Östingstraße. „Sehr zur Freude unserer Fraktion wird sich im ausgebauten Bereich aber die Situation für Fußgänger und Radfahrer deutlich verbessern“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Friedrich Gosewinkel. In diesem Zusammenhang sei auch eine zusätzliche Unterführung geschaffen werden. Diese sei allerdings bereits von Sprayern aufgesucht und dadurch nicht zum optischen Vorteil gestaltet worden, sagt Gosewinkel.

Die SPD hatte deshalb den Antrag gestellt, das neue Bauwerk attraktiv zu gestalten und damit den Schmierereien den Raum zu nehmen. Nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion könnte das Bauwerk in Kooperation mit Künstlern oder Schulen gestaltet werden, wie es an einer vergleichbaren Stelle am Grundhövelweg bereits erfolgt sei.

Die Koordination der künstlerischen Gestaltung der Fuß- und Radweg-Unterführung soll das Stadtplanungsamt übernehmen, teilt die Stadtverwaltung mit. Zur Vermeidung von Schmierereien und so genannten Tags habe sich stadtweit die Gestaltung mit hochwertiger Jugendkunst bewährt. Diese Bilder würden fast immer respektiert und nicht übermalt oder beschmiert, so die Stadtverwaltung.

Gespräche mit Haus der Jugend und Künstler Simon Otten

Daher habe die Verwaltung in Absprache mit dem Jugendzentrum Casino (Pelkum) Kontakt mit dem Haus der Jugend in Herringen aufgenommen, das bereits mehrfach Jugendkunst-Wettbewerbe durchgeführt sowie künstlerische Gestaltungen – zum Beispiel im Lippepark – umgesetzt hat.

Das Haus der Jugend habe bereits mehrfach mit dem Künstler Simon Otten zusammengearbeitet. Nach ersten Gesprächen mit dem Haus der Jugend und mit dem Künstler schlägt die Verwaltung folgendes Konzept vor: Die „Stirnseiten“ der Unterführung werden als Auftragsarbeit von Simon Otten unter dem Motto „Bewegung“ gestaltet und soll damit die stark vom Verkehr und der Mobilität geprägte Umgebung aufnehmen.

Auch Jugend kann sich beteiligen

Die Rand- und Innenseiten der Unterführung werden im Rahmen eines durch das Haus der Jugend begleiteten Wettbewerbs von Jugendlichen aus Hamm gestaltet, heißt es von der Stadt. Dazu soll es einen mit einem kleinen Rahmenprogramm aufgewerteten Aktionstag im kommenden Frühjahr geben.

Die notwendige Genehmigung der Deutschen Bahn AG als Eigentümerin der Unterführung will die Stadtverwaltung noch einholen. Für die künstlerische Gestaltung sei mit Kosten in Höhe von 1.500 bis 2.000 Euro zu rechnen, die vom Tiefbau- und Grünflächenamt getragen werden. - WA

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