Ärger im Hölzken

Holteneck weiter "eine Zumutung": Zweispuriger Ausbau nicht möglich

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Die Straße Holteneck ist schon seit vielen Jahren in der Diskussion – wegen ihres schlechten Zustands und weil es bisweilen sehr eng im Begegnungsverkehr werden kann. Doch daran wird sich wohl so schnell auch nichts ändern.

Lohauserholz - Jetzt, wo die Östingstraße endlich wieder durchgängig befahren werden kann, ist im Hölzken verkehrstechnisch alles im Lot – könnte man meinen. Denn weiterhin ein Sorgenkind ist das Holteneck.

Immer wieder melden sich Leser in der Redaktion und verweisen auf den „schlechten Zustand der Straße“. Den will die Stadt auch nicht schönreden. Eine „große Lösung“ ist aber nicht in Sicht.

„Die Straße ist eine Katastrophe“, schreibt ein Leser. An den Rändern sei sie kaputt, mitten auf der Fahrbahn tauchten plötzlich große Löcher auf. Besonders gefährlich werde es für Radfahrer, wenn sie von Autos überholt und an den Fahrbahnrand gedrängt werden.

Aber auch für die Autofahrer selbst ist die enge Straße „eine Zumutung“, wie ein anderer Leser erklärt. Auch für sie seien die großen Löcher am Fahrbahnrand eine Gefahr. Dass auf dem Holteneck laut Stadt „regelmäßig eine Schlaglochbeseitigung zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit durchgeführt wird“, hält er für einen Witz. „Diese Aussage ist falsch oder die Verwaltung schickt einen Blinden zur Kontrolle raus.“ Da sich das Verkehrsaufkommen auf dem Holteneck in letzter Zeit enorm erhöht habe, sollte die Stadt hier dringend tätig werden.

Holteneck ist offiziell "nur" ein Wirtschaftsweg

Doch außer kleineren Ausbesserungsarbeiten und den regelmäßigen Unterhaltungsmaßnahmen ist derzeit nicht viel möglich. Offiziell handelt es sich beim Holteneck um einen Wirtschaftsweg, der aber, wie Stadtsprecher Tobias Köbberling es gegenüber unserer Zeitung formulierte, recht viel genutzt wird. Bei einer Zählung 2015 waren es rund 3.500 Fahrzeuge am Tag. In einem Punkt gab der Stadtsprecher den Bürgern recht: „Der Zustand des Holtenecks ist nicht gut.“

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Er bezog dies zum einen auf die Fahrbahndecke, zum anderen aber auch auf die Breite der Straße, die einen Begegnungsverkehr nicht zulasse. Doch was tun? Bereits vor einiger Zeit hatte die Stadt den Ausbau des Holtenecks samt Anlage eines separaten Radwegs geprüft. Doch dafür wäre, so Köbberling, Grunderwerb nötig. Und den bekomme man nicht. Auch an eine Grundsanierung der bestehenden Straße sei aktuell nicht gedacht.

Nur Gewährleistung der Verkehrssicherheit möglich

Und so dürfte die Straße auch in den kommenden Jahren immer wieder nur so weit hergerichtet werden, dass zumindest die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Aber selbst nicht einmal das ist aktuell, so die Einschätzung der Leser, der Fall.

Zumindest für die Radfahrer gibt es eine Alternative. In verschiedenen Anfragen und Stellungnahmen zum Thema wird auf den Radweg zwischen Berge und Lohauserholz entlang der Bahnstrecke, abzweigend vom Langewanneweg in Richtung Östingstraße, hingewiesen.

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