Fataler Einbruch auf früherem Zechengelände

Randalierer springen in Pelkum dem Tod von der Schippe

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[Update] Hamm - Fünf Männer haben auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Heinrich Robert randaliert und dabei hohen Sachschaden verursacht. Dabei hatten sie letztlich mehr Glück als Verstand.

Sie fanden das Ganze offenbar richtig „lustig“, drehten wohl auch mit ihren Handys Videos von sich und ihrem kollektiven Zerstörungsrausch und richteten immerhin einen Sachschaden von 10.000 Euro an. Tatsächlich können sich die fünf Randalierer, die am Samstagnachmittag in einer Werkstatthalle auf dem stillgelegten Gelände der Zeche Heinrich Robert wüteten, bei der Polizei bedanken, dass sie auf frischer Tat von den Beamten erwischt wurden.

Hätten sich die Vandalen - sie stammen aus Bottrop und Gladbeck - noch ein bisschen länger in der Örtlichkeit aufgehalten, hätten sie dafür auch mit ihrem Leben bezahlen können.

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Feuerlöscher mit gefährlichem Atemgift

Mehrere Feuerlöscher wurden von den 17 bis 51 Jahre alten Wüterichen entleert. Die Behälter waren rot und sahen „ganz normal“ aus, waren jedoch mit Kohlendioxid gefüllt. Der Vorteil von CO2 als Löschmittel ist, dass es zwar sehr wirksam, aber nicht elektrisch leitfähig ist. Der Nachteil ist, dass CO2 ein geruchloses Atemgift ist.

Wie die Polizei erklärte, hätten die Vandalen durchaus ersticken können, wenn sie sich noch länger in den Räumlichkeiten aufgehalten hätten.

Alle Männer noch in der Halle festgenommen

Auf die Schliche gekommen war dem Quintett der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes. Er hatte auf den Bildern einer Überwachungskameras gegen 16.45 Uhr die verdächtigen Personen auf dem Gelände gesehen und die Beamten verständigt. Die Polizisten eilten nach Pelkum und nahmen die Männer noch in der Halle fest. Alle fünf waren offenbar unversehrt.

Die Handys der Beschuldigten, gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch eingeleitet wurde, wurden beschlagnahmt, da davon auszugehen ist, dass sie damit ihre Taten aufnahmen, um sie später im Internet hochladen zu wollen. Die Auswertung der Mobiltelefone wird noch einige Zeit andauern.

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