1. wa.de
  2. Hamm
  3. Pelkum

Teure Grundstücke: Richtwerte auch in Pelkum teils verdoppelt

Erstellt:

Von: Ulrich Wille

Kommentare

Luftbild, Wohnsiedlung Baugebiet Kupferstraße, Pelkum, Hamm
Bauen wird teurer, auch in Pelkum: ein Blick auf das Baugebiet Kupferstraße. Hier liegt der Bodenrichtwert bei 190 Euro. © Hans Blossey

Grundstückspreise sind in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Teilweise haben sich die Bodenrichtwerte sogar verdoppelt. Das ist auch im Stadtbezirk Pelkum der Fall.

Pelkum – Immobilien- und Grundstückspreise erreichen zurzeit ungeahnte Höhen. Zusammen mit steigenden Zinsen bricht bei einigen sogar der Finanzierungsplan zusammen. Wie weit diese Entwicklung noch führt, ist in den momentanen Krisenzeiten kaum absehbar. Dass es schon vor den Krisen eine Entwicklung zu ständig steigenden Preisen für Grundstücke und Häuser im Stadtbezirk Pelkum gab, lässt sich an den Bodenrichtwerten der vergangenen Jahre, die der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in NRW auf Boris.nrw.de herausgibt, sehr gut ablesen. Und ein Fazit lässt sich eigentlich vorab schon deutlich ziehen: Egal, ob mäßige, mittlere oder gute Lagen – überall sind die Bodenrichtwerte stark angestiegen. Hier einige Beispiele:

Der Stadtbezirk ist in Bezug auf die Wohnstruktur sehr gemischt: Zechensiedlungen (Wiescherhöfen), Siedlungen in unterschiedlichen Qualitätsstufen, Neubaugebiete und nicht zuletzt eine Mixtur aus Wohnen und Geschäften sind im Stadtbezirk Pelkum zu finden. Entsprechend groß ist auch die Spanne zwischen günstigen und (relativ) teuren Lagen.

Grafik zu Bodenrichtwerten in Pelkum
Steigende Preise: Das sind die – ausgewählten – Bodenrichtwerte 2022 im Stadtbezirk Pelkum. © Grafik: WA, Quelle: boris.nrw

Die günstigsten Wohnlagen mit Bodenrichtwerten von 110 Euro pro Quadratmeter sind in Wiescherhöfen zu finden. In der Nähe des Marktplatzes an der Kamener Straße sind das vor allem die alten Zechenhäuser an Robert-, Heinrich- oder De-Wendelstraße. Ähnlich günstige Lagen sucht man in Pelkum (Dorf), Lohauserholz oder Daberg vergeblich. Allein an der Kamener Straße in Daberg (etwa in Höhe der Heinrich-Heine-Straße) liegen die Bodenrichtwerte auf diesem Niveau. Interessant: Vor zehn Jahren lagen die Bodenrichtwerte zum Beispiel an der Robertstraße noch bei 70 Euro. Der Preis ist also in diesem Zeitraum um mehr als 50 Prozent gestiegen.

Teuerstes Pflaster: Albert-Spieker-Weg

Das andere Extrem – also teuer – gibt es natürlich auch in Pelkum. Teuerstes Pflaster in Pelkum ist laut Bodenrichtwertkarte von boris.nrw der Bereich um den Albert-Spieker-Weg im Hölzken mit 265 Euro. Hier wurden vor zehn Jahren noch Bodenrichtwerte von 145 Euro pro Quadratmeter festgestellt.

Ansonsten gehören der Daberg, vor allem aber Lohauserholz eher zu den teureren Pflastern im Stadtbezirk Pelkum. Während man am Daberg mit Bodenrichtwerten zwischen 110 und 200 Euro rechnen muss, muss man im Hölzken noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Dort sind außer an der Hermannstraße und der Selma-Löhnberg-Straße – dort weist boris.nrw 180 Euro pro Quadratmeter aus – keine Grundstücke unter 200 Euro pro Quadratmeter zu finden.

In Wiescherhöfen geht es natürlich auch teurer als an der Robertstraße. So müssen an der Felslohstraße 220 Euro, an der Gerhard-Neuhaus-Straße oder Auf der Horst sogar 235 Euro berappt werden. Vor zehn Jahren waren es noch 130 Euro. Das Wiescherhöfener Dorf hat eben auch seinen Preis.

Dorf Pelkum durchwachsen

Nicht viel anders ist es auch im Pelkumer Dorf. Liegen die Bodenrichtwerte Am Pelkumer Bach mit seinen Hochhäusern mit rund 125 Euro pro Quadratmeter noch in einem günstigen Bereich, geht es auch hier weitaus teurer. Teuerstes Fleckchen in Pelkum-Dorf ist zurzeit der Bereich rund um den Meereweg, wo 240 Euro pro Quadratmeter anfallen. Vor zehn Jahren waren es noch 130 Euro. Die übrigen Siedlungen in Pelkum liegen in puncto Bodenrichtwerte auch nur geringfügig niedriger: 235 Euro an der Kopernikusstraße, 220 rund ums Westfeld oder 215 Euro rund um die Moltkestraße zeigen das deutlich.

Auch interessant

Kommentare