Pelkumer Radwege marode

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Der Zustand einiger Radwege im Stadtbezirk Pelkum wie hier an der Kamener Straße lässt zu wünschen übrig.

Pelkum  Die Grünen kritisieren den Zustand einiger Radwege im Stadtbezirk Pelkum. Geld gibt es dafür aber nicht.

Es sind ehrgeizige Ziele, die sich die Stadt gesetzt hat: In den kommenden Jahren soll der Anteil des Radverkehrs in Hamm auf 25 Prozent erhöht werden. Aktuell sind es 19 Prozent, im Bereich Pelkum/Herringen gerade einmal 10 Prozent – Schlusslicht. Umso mehr wundert es die Grünen in Pelkum, dass der Stadtbezirk beim Radwege-Erneuerungsprogramm 2019/20 außen vor bleibt. 

Dabei wäre aus Sicht von Bezirksvertreterin Elvira Stöhs die Umsetzung einzelner Maßnahmen so wichtig gewesen, um den Anteil des Radverkehrs zu erhöhen. Insbesondere beklagt die Politikerin den Zustand einiger Radwege auf den Hauptrouten. Um mehr Menschen aufs Rad zu bringen, müssten die Wege saniert und ausgebaut werden, sagt sie. 

Insbesondere hat Stöhs, selbst leidenschaftliche Radfahrerin, drei Abschnitte der Kamener Straße im Blick: Zu den Alpen bis Große Werlstraße, Robertstraße bis de-Wendel-Straße sowie Zum Bergwerk bis Auf dem Daberg (wie auch von der SPD gefordert). Doch statt Geld in die Sanierung der maroden Pelkumer Radwege zu stecken, sollen Strecken in anderen Stadtteilen ausgebaut werden, beispielsweise der Radweg an der Adenauerallee, der Radweg Kornmersch (Bahnbrücke bis Bänklerweg), der Verbindungsweg Storksbrede bis Hohe Brede sowie Ausbau Verbindungsweg Hohe Brede bis Dasbecker Weg. Jeweils zwei Strecken liegen also in Hamm-Mitte und Heessen, eine im Hammer Norden.

Für die Grünen in Pelkum ist es nur ein schwacher Trost, dass hinsichtlich des Sanierungsbedarfs von Radwegen für die Folgejahre eine Prioritätenliste erstellt und dabei auch ihre Vorschläge aufgenommen werden sollen – es fragt sich nur, an welcher Stelle. Und das ärgert Elvira Stöhs. Denn im Umkehrschluss bedeutet dies für sie, dass der „beklagenswerte Zustand der Radwege und maroden Gehwege in Pelkum mindestens für drei bis vier weitere Jahre bestehen bleibt“. „Vor dem Hintergrund, dass der Anteil des Radverkehrs in Pelkum bei nur 10 Prozent liegt, ist dieses zaghafte Agieren ein Trauerspiel.“ Als Radweg-Nutzer sehe man neidvoll auf die gut erhaltene oder frisch sanierte Fahrbahn und hoppele von Schlagloch zu Schlagloch. 

Sie sieht hier und auch an vielen anderen Stellen im Stadtgebiet noch viel Arbeit. Die bisher eingestellten Mittel – jährlich 150 000 Euro bis 2023 – reichten bei Weitem nicht aus, den Sanierungsstau zeitnah zu beheben. „Man kann nur hoffen, dass nach der Kommunalwahl 2020 deutlich mehr in die klimafreundlichen Verkehrsmittel investiert werden kann“, sagt die Bezirksvertreterin.

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