Pelkumer Loch nach Drama dicht - Anderes Problem bleibt

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Ein Sicherheitsdienst hatte das Pelkumer Problemloch wochenlang bewacht.

Pelkum - Das Loch im Baugebiet Im Westfeld in Pelkum, aus dem vor fünf Wochen bei geothermischen Bohrungen eine riesige Menge Methangas geströmt war, ist wieder dicht.

Mitarbeiter der Firma Daltrup hatten nach Umweltdezernent Jörg Mösgen am Montag zunächst damit begonnen, das Bohrgestänge, das noch in dem Loch steckte zu entfernen. Das sei relativ problemlos verlaufen. Am Montag wurde das rund 80 Meter tiefe Bohrloch mit einem Durchmesser von knapp 17 Zentimetern verfüllt – und zwar mit einer Mischung aus Kies, Ton und Flüssigstickstoff, die dann schließlich mit einem Blitzdämmer abgedichtet wurde.

Wie Mösgen berichtete, sei das Bohrloch relativ schnell verfüllt gewesen. Dadurch könne man sicher sein, dass es unter dem Loch keine großen Hohlräume gegeben habe.

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Am Donnerstag wird die Deutsche Montan Technologie (DMT) dann letztmalig eine Messung an dem Bohrloch durchführen, um sicher zu gehen, dass kein Methangas mehr austritt. Erst dann könnten, so Mösgen, die Arbeiten auf der Baustelle fortgesetzt werden.

Mit der Verfüllung konnte auch die Sicherheitsfirma abgezogen werden, die das Bohrloch seit dem 8. Juni rund um die Uhr bewacht hatte.

Thema Geothermie bleibt heikel

Zumindest an dieser Stelle kann Mösgen einen Schlussstrich ziehen. Das trifft aber noch nicht auf das Thema Geothermie insgesamt zu. Was die beiden von der Stadt bereits genehmigten Erdwärmebohrungen betrifft, so will Mösgen sich mit den Bauherren, der jeweiligen Bohrfirma und den Sachverständigen von der DMT an einen Tisch setzen und die Vorgehensweise bei diesen Bohrungen erörtern.

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