Offenbar Tod durch Erwürgen

Frau (37) in Pelkum getötet - Ehemann gesteht Tat nach Streit

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[Update 18.56 Uhr] Pelkum - In einem Einfamilien-Reihenhaus in der Robert-Koch-Straße ist am Dienstagvormittag die Leiche einer 37-jährigen Frau entdeckt worden. Der Ehemann hat die Tat gestanden. Er hat seine Frau offenbar erwürgt.

Nach Polizeiangaben war die Frau am Dienstagmorgen nicht an ihrer Arbeitsstelle erschienen, woraufhin Arbeitskollegen eine Bekannte der Frau verständigten. Diese öffnete mit einem ihr anvertrauten Schlüssel die Tür der Wohnung in Pelkum - und verständigte gegen 11 Uhr die Polizei. Der Leichnam wurde im Haus von Polizeibeamten aufgefunden.

Die Frau soll in dem Haus, in dem ihre Leiche gefunden worden war, gewohnt haben, verheiratet gewesen und Mutter eines Kindes sein. Wie am Nachmittag ergänzend mitgeteilt wurde, galt der 35-jährige Ehemann der Verstorbenen zunächst als flüchtig. Kurze Zeit später wurde er auf der Autobahn nahe Porta Westfalica gefasst. Er war auf dem Weg in Richtung Hamm und leistete offenbar keinen Widerstand.

Die Ermittler hatten zuvor Hinweise auf einen möglichen Aufenthaltsort des Mannes. Weshalb er sich in Ostwestfalen aufgehalten hatte, ist nicht bekannt.

Tödliche Gewalt nach nächtlichem Streit

Auf Nachfrage teilte Staatsanwalt Henner Kruse am Mittwochvormittag mit, dass der Mann die Tat gestanden habe. Es habe in der Nacht zuvor einen Streit zwischen den Eheleuten gegeben, in dessen Folge die Frau durch "Gewalt gegen den Hals" zu Tode gekommen sei. Das wurde durch die Obduktion der Leiche am Mittwoch bestätigt, so die Staatsanwaltschaft.

Tötungsdelikt in der Robert-Koch-Str. in Pelkum

Die genaue Todesursache soll am Mittwoch im Rahmen einer Obduktion ermittelt werden. Ein natürlicher Tod sei "aufgrund der Auffindesituation und Spurenlage fernliegend", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Polizei Dortmund. 

Die Nachbarn erklärten auf Nachfrage, nichts Verdächtiges wahrgenommen zu haben.

Der siebenjährige Sohn der Verstorbenen war am Vormittag zunächst in der Schule; er wurde später bei Familienangehörigen untergebracht. Nach den Angaben des Beschuldigten hat er geschlafen und nichts von der Tat mitbekommen.

Gegen den Beschuldigten erließ die Ermittlungsrichterin am Mittwochnachmittag einen Haftbefehl wegen Totschlags. 

In einer früheren Version wurde das Alter des Kindes mit acht Jahren angegeben. Es ist tatsächlich sieben Jahre alt. 

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