"Vollkommen sinnlose" Maßnahmen

Im Streit um Lkw-Sperre im Inlogparc werden stärkere Kontrollen gefordert

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Mehr unten als oben liegen die Sperrposten, sodass Lkw die für sie gedachte Sperre im Inlogparc locker umfahren können.

Weetfeld - Für die Bürgergemeinschaft (BG) gegen die Zerstörung der Weetfelder Landschaft ist die Situation rund um die Lkw-Sperre zwischen dem Osterbönener Weg und der Poilstraße weiter unbefriedigend. Das machten Rudolf Franke-Herold und Dr. Stefan Reus vom Vorstand der BG auf einem Ortstermin gegenüber Bezirksvorsteher Udo Schulte und den Bezirksvertretern Friedrich Gosewinkel (SPD) und Friedrich Witte (CDU) deutlich.

Dabei ist die eigentliche Sperre nicht das Problem. Sie hält große Lkw tatsächlich davon ab, durch dieses Nadelöhr zu fahren. Der Bereich daneben ist allerdings nur durch zwei abschließbare Pfosten beziehungsweise durch einen Poller, der per Fernbedienung rauf- und runtergefahren werden kann, gesichert. Befahren wird er von Landwirten und Einsatzkräften der Feuerwehr. Nur: Die Pfosten befinden sich oft auf dem Boden oder sind ganz eingefahren. Das wiederum hat zur Folge, dass Lkw diesen Bereich relativ problemlos passieren können. 

„In den vergangenen Wochen war das fast ein Dauerzustand“, ärgerte sich Reus. Ein entscheidender Punkt ist für ihn das „Verkehrskonzept Inlogparc“. In ihm ist unter anderem geregelt, dass keine Lkw den Osterbönener Weg befahren dürfen – weder von Hammer, noch von Bönener Seite. „Es geht meines Erachtens nicht an, dass die mit der Entwicklung des Inlogparcs durch die Stadt Hamm gemachten Zusagen an die Anwohner hinsichtlich der Verkehrsberuhigung so wenig umgesetzt beziehungsweise kontrolliert werden“, forderte er die Verantwortlichen im Rathaus auf, sich um eine „konsequentere Umsetzung aller verkehrsberuhigenden Maßnahmen zu kümmern“. Doch was tun?

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Laut Bürgergemeinschaft ist der Bezirksvorsteher „guten Willens“, zur Erreichbarkeit des Inlogparcs beziehungsweise zur verbotenen Durchfahrt über Provinzial- und Weetfelder Straße eine bessere Beschilderung durchzusetzen. „Ob dies allein viel nützt, kann man infrage stellen“, so Reus. Zudem sollte die Stadt dafür Sorge tragen, dass der Osterbönener Weg in allen gängigen Lkw-Navis den Zusatz „Durchfahrt für Lkw verboten“ bekommt. Hilfreich wäre es aus Sicht von Franke-Herold auch, wenn die abschließbaren und von jedermann mit dem entsprechenden Werkzeug umzulegenden Pfosten durch einen neuen ein- und auszufahrenden Poller ersetzt werden könnten.

Irritationen

„Irritiert“ zeigten sich die BG-Mitglieder davon, dass eine Zufahrt zum neuen dpd-Verteilzentrum fast in Höhe der Lkw-Sperre entsteht und dadurch der versenkbare Poller – so er denn überhaupt draußen steht – und die augenblickliche Verkehrsführung „ad absurdum geführt werden“. 

In derzeitiger Form "vollkommen sinnlos"

„Alle am Ort anwesenden Herren waren sich einig, dass mit der bisherigen ,Verkehrsberuhigung’ mit Sicherheit Geld verbrannt wurde, da sie in der augenblicklichen Form vollkommen sinnlos ist.“ Man frage sich, ob die Stadtverwaltung Hamm hier mal wieder völlig idiotisch geplant habe oder ob dpd von vorhandenen Planungsunterlagen auf eigene Verantwortung abgewichen sei. „Hierüber hatte keiner der Anwesenden Kenntnisse“, so Reus abschließend.

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