Teurer Bohrloch-Einsatz in Pelkum

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Die Folgen des Methangasaustritts in Pelkum könnten die Stadt Hamm teuer zu stehen kommen.

Pelkum – Der Methangasaustritt aus einem Bohrloch im Baugebiet Im Westfeld in Pelkum und seine Folgen könnten die Stadt Hamm teuer zu stehen kommen

Die Kosten bewegten sich aber in der Höhe eines mittleren fünfstelligen Euro-Betrags. Insgesamt dürften das also zwischen 40- und 60 000 Euro sein. Die meisten Kosten haben der mehrwöchige Einsatz des Sicherheitsdienstes am Bohrloch sowie Untersuchungen, Stellungnahmen und letztendlich die Freigabe des Bohrlochs verursacht. Die zwischenzeitliche Versorgung einiger Bewohner in der Bürgerhalle fällt hingegen kaum ins Gewicht. 

Inwieweit die Gesamtkosten beziehungsweise Teile davon anderen, zum Beispiel dem Erschließungsträger oder der Bohrfirma, in Rechnung gestellt werden können, wird laut Herberg derzeit rechtlich geprüft. Hierbei werde man auch auf ähnlich gelagerte Fälle in anderen Kommunen schauen. Herberg wollte aber auch nicht ausschließen, dass die Stadt auf den gesamten Kosten sitzen bleibt. 

Das explosive Methangas war im Juni 2018 bei geothermischen Bohrungen ausgetreten. Diese Bohrungen wurden danach im gesamten Stadtgebiet gestoppt und später in Einzelfällen, nachdem eine Bohrfirma ein entsprechendes Sicherheitskonzept vorgelegt hatte, wieder genehmigt. Die Stadt tat sich damit allerdings schwer, da sie eigentlich eine verbindliche Vorgabe des Landes erwartet hatte, die jedoch lange auf sich warten ließ.

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Mittlerweile hat die Bergbaubehörde fünf Bohrfirmen in Nordrhein-Westfalen die Genehmigung erteilt, geothermische Bohrungen ab einer Tiefe von 100 Metern durchzuführen. Genehmigungsbehörde für Bohrungen ab dieser Tiefe ist die jeweilige Bezirksregierung, bis zu einer Tiefe von 100 Metern sind es die Kommunen. Die Verantwortlichen in der Stadt Hamm gehen davon aus, dass die Firmen, die ab 100 Meter bohren dürfen und können, dazu auch in geringeren Tiefen in der Lage sind. Sie können daher auf Hammer Stadtgebiet bohren. 

Insgesamt wurden in diesem Jahr in Hamm bislang sieben geothermische Bohrungen beantragt, von denen fünf genehmigt wurden. „Zwei Genehmigungen stehen noch aus“, so der Stadtsprecher.

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