Erster Betrieb nimmt Arbeit im Inlogparc Hamm auf

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Rund 10000 Quadratmeter umfasst das Lager, das die Deutsche Post DHL Group im Inlogparc betreibt. Verantwortlich ist Niederlassungsleiter Christian Todt.

Weetfeld - Die Deutsche Post DHL Group ist das erste Unternehmen, das im Hammer Teil des Inlogparcs seinen Betrieb aufgenommen hat

Es war eine „Energieleistung“, wie Christian Todt sagt. „Innerhalb von nur drei Tagen sind wir von Menden nach Hamm umgezogen – und das alles bei laufendem Betrieb“, so der Leiter der Niederlassung Menden der DHL Freight GmbH. Mit dem Umzug hat die Tochter der Deutschen Post DHL Group einen Meilenstein gesetzt: Sie ist das erste Unternehmen, das im Hammer Teil des Inlogparcs seine Arbeit aufgenommen hat. 

Dazu hat DHL die hinteren beiden von sechs Hallen von der Firma Prologis angemietet – insgesamt rund 11 500 Quadratmeter. Sie dienen als Zwischenlager – übrigens das einzige deutschlandweit – für die Produkte des nach eigenen Angaben führenden Herstellers von Schmierstoffen: Motul.

Das französische Unternehmen mit Sitz bei Paris vertreibt rund 1300 Produkte und kann sich über Zuwachszahlen im zweistelligen Bereich freuen. „Da wir im Mendener Lager an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen sind, haben wir nach neuen Hallen Ausschau gehalten. Und dabei sind wir auf Hamm gestoßen.“

Laut Todt bringt der neue Standort im Inlogparc „viele Vorteile“. Da sei vor allem die verkehrsgünstige Lage an der Autobahn 2 und in der Nähe der A 1. „Wir haben hier mehr Platz, und die Hallen wurden nach unseren Anforderungen gebaut.“ Das auch aus gutem Grund: Im von DHL genutzten Teil des Hammer Prologis-Parcs wird mit leicht brennbaren Stoffen gearbeitet. Daher habe man, so Todt, beim Bau der Halle vor allem die Aspekte des Brandschutzes beachten müssen. Unter der Halle befände sich zudem eine große Wanne, die im Fall der Fälle auslaufendes Öl auffängt. „Dadurch wird verhindert, dass das Öl ins Erdreich sickert.“ 

Es fällt übrigens auf, dass es trotz regen Betriebs in der Halle, die fast so groß ist wie eineinhalb Fußballplätze ist, vergleichsweise ruhig zugeht. „Das liegt daran, dass die Gabelstapler mit Elektromotoren betrieben werden.“ Was den Niederlassungsleiter, der auch für Hamm zuständig ist, besonders freut: Erst kürzlich habe DHL die Zusammenarbeit mit Motul langfristig verlängert. Und selbst wenn sie eines Tages beendet werden sollte: An einen langen Leerstand im Inlogparc glaubt er angesichts der wachsenden Logistikbranche nicht. Die gerade erst freigezogene Halle in Menden werde von DHL bereits anderweitig genutzt. 

Derzeit wird im Inlogparc in Weetfeld mit 15 Mann im Zwei-Schicht-Betrieb gearbeitet. Todt geht aber davon aus, dass man mit Beginn der neuen Motorradsaison im Frühjahr 2018 in drei Schichten arbeiten wird, weil die Nachfrage nach Schmierstoffen dann erfahrungsgemäß noch größer sein wird. 

Angeliefert werden diese jeden Tag von bis zu sieben 40-Tonnern aus Frankreich. Todt: „Auch diese Transporte übernehmen wir.“ In Hamm werden die Produkte dann zwischengelagert und von den Mitarbeitern im Lager neu zusammengestellt, so wie es die Kunden wünschen. Die entsprechenden Einkaufslisten kommen aus der Motul-Zentrale Deutschland in Köln. Je nach Größe der DHL-Fahrzeuge – das können zum Beispiel 7,5- aber auch Zwölf-Tonner sein – gehen täglich 15 bis 25 Fahrzeuge raus, um die Motul-Produkte zu den Großhändlern und weiteren Kunden zu bringen. Auf diese Weise werden täglich rund 200 – oft auch mehr – Tonnen umgeschlagen, angefangen von der 0,5-Liter-Ölflasche bis hin zum 200-Liter-Fass. Nach Angaben des Niederlassungsleiters befinden sich rund 80 Prozent der Kunden, die von den DHL-Fahrern aus Richtung Inlogparc angesteuert werden, in Deutschland, der Rest im europäischen Ausland. Besonders stark sei in den vergangenen Jahren der osteuropäische Markt gewachsen.

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