Baustellen-Frust in Pelkum

Kamener Straße: Auch Imbiss kapituliert - Keine Lust auf Feier

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Roesmann’s Imbiss-Ecke hat vor der Baustelle kapituliert und vorübergehend geschlossen.

Pelkum - Jetzt hat es Roesmann’s Imbiss-Ecke doch noch erwischt: Da der Betrieb an der Kamener Straße/Ecke Am Damm aufgrund der Dauer-Baustelle praktisch nicht mehr zu erreichen ist, hat sich Inhaberin Marita Roesmann dazu entschieden, in vorübergehend zu schließen.

Roesmann und ihre Angestellten hoffen aber, Ende kommender Woche beziehungsweise nach Ostern – dann soll die neue Asphaltdeckschicht gezogen sein – wieder zu öffnen. Derweil wird auf WA.de sowie auf der Facebook-Seite des WA heftig über die Baustelle und deren Auswirkungen auf die Gewerbetreibenden entlang der Kamener Straße diskutiert.

Respekt zollen viele Marita Roesmann bei, die trotz „dramatischer Umsatzeinbußen“ – ihr Imbiss ist seit mehr als einem Jahr ein Zuschussbetrieb – nicht aufgeben will. Sie und alle anderen hoffen jetzt, dass die Bauarbeiten, wie von der Stadt angekündigt, mit Fertigstellung des Einmündungsbereichs Am Pelkumer Bach/Kamener Straße Anfang Mai beendet sind.

Allerdings: Nachdem das Ende der Bauarbeiten schon mehrere Male verschoben werden musste, hegen viele ihre Zweifel, ob der Termin tatsächlich eingehalten werden kann. Und so finden sie deutliche Worte.

Entschädigung wird gefordert

Leser wie Ralf Kern und Dominik Hahne bringen eine Entschädigung für alle Betroffenen ins Spiel: „Ich finde auch, dass für den Umsatzwegfall Ersatz geschaffen wird. Straßenbaumaßnahmen hin oder her. Das ist geschäftsschädigend. Die Stadt sollte für Ausgleich sorgen“, so Hahne. Eine ähnliche Idee hatte vor einigen Monaten auch schon Bäckermeister Ludger Kapschak, ebenfalls ein „Opfer“ der Baustelle. Für seine Pelkumer Filiale hatte er Umsatzeinbußen von rund 10.000 Euro im Monat errechnet und nachgefragt, ob man den Betroffenen einen Teil der Grund- beziehungsweise Gewerbesteuer erlassen könne.

Dem erteilte Stadtkämmerer Markus Kreuz damals jedoch eine Absage und berief sich auf die Gesetzgebung. Denn die sieht vor, dass die Steuern entweder für alle oder für niemanden gesenkt werden.

Kleine Feier "wäre ein Hohn"

Auf wenig Gegenliebe bei einigen Betroffenen stößt die Ankündigung der Stadt und der Bezirksvertretung Pelkum, das Ende der Bauarbeiten mit einer kleinen Feier zu begehen. So schreibt „ichbinniemand“: „Das wäre ja der Hohn, wenn die Damen und Herren der Stadt die Fertigstellung auch noch feiern wollen. Die müssten sich dann eventuell vor tieffliegenden faulen Eiern in Acht nehmen.“ Und Eigentümerin Ulla Pfefferle meint: „Ich wüsste nicht, was ich zu feiern hätte. Etwa die verschmutzten Fassaden, der verdreckte Garagenhof, der ruinierte Vorgarten, das ständige Warten vor der Ampel oder die permanente Lärmbelästigung? Und zum guten Schluss darf, nein muss ich, die Misere auch noch mitbezahlen. Danke, die Lust zu feiern ist mir schon lange vergangen.“

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