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CreativRevier nimmt weitere Hürde: Regionalplan künftig ohne Bergbau

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Von: Stefan Gehre

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Die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr hat dem Verfahren zur Änderung des Regionalplans im Bereich Heinrich Robert zugestimmt.
Grünes Licht: Die Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr hat dem Verfahren zur Änderung des Regionalplans im Bereich Heinrich Robert zugestimmt. Aktuell ist er noch als „Fläche für gewerbliche und industrielle Nutzungen mit bergbaulicher Zweckbindung“ ausgewiesen. © Hans Blossey

Die Stadt Hamm verabschiedet sich auch auf dem Papier nachhaltig vom Bergbau. Umgekehrt kommt das den Planungen für das CreativRevier auf dem früheren Pütt-Gelände von Heinrich Robert zugute.

Hamm - Die RAG Montan Immobilien arbeitet mit Hochdruck an der Entlassung weiterer Bereiche der ehemaligen Zeche Heinrich Robert aus der Bergaufsicht, die Stadt Hamm an einer Bürgerversammlung zu den vier Bebauungsplänen und die Entwicklungsagentur CreativRevier Heinrich Robert an einer Belebung des Geländes. Und auch die maßgebende Verbandsversammlung des Regionalverbands Ruhr (RVR) hat sich auf ihrer jüngsten Sitzung mit dem Thema befasst. Dabei wurde eine weitere Hürde für die Entwicklung des CreativReviers Heinrich Robert genommen.

Konkret geht es um den geltenden Regionalplan, in dem das mehr als 52 Hektar große Areal noch als Bereich für „gewerbliche und industrielle Nutzungen mit bergbaulicher Zweckbindung“ festlegt ist. Um eine andere Nutzung als die oben beschriebene zu ermöglichen, hatte die Stadt Hamm beim Regionalverband Ruhr schon vor einiger Zeit beantragt, den Regionalplan hier zu ändern und einen Allgemeinen Siedlungsbereich festzulegen. Der Aufstellungsbeschluss zu der Verfahrenseinleitung wurde jetzt in der Verbandsversammlung verabschiedet – und zwar einstimmig.

Das lag unter anderem auch daran, dass die Änderung des Bereichs insgesamt als „regionalplanerisch verträglich beurteilt wird und mit den Zielen der Raumordnung und Landesplanung übereinstimmt“. Zudem werden durch die vorgesehene Änderung keine erheblichen Umweltauswirkungen ausgelöst. „Eine Umweltprüfung mit Erstellung eines Umweltberichts ist daher nicht erforderlich“, heißt es weiter.

Nächster Schritt ist Beteiligung der Öffentlichkeit

Nächster Schritt ist jetzt die Beteiligung der Öffentlichkeit. Nach Angaben von Jens Hapke, Sprecher des Regionalverbandes Ruhr, sollen die Pläne Ende April/Anfang Mai für die Dauer von einem Monat öffentlich beim RVR ausgelegt beziehungsweise auf den Internetseiten des Regionalverbands und der Stadt Hamm veröffentlicht werden.

Darüber werde man die Öffentlichkeit rechtzeitig infomieren, sagte Hapke. Nach der Prüfung der Eingaben müsse dann noch von der Vollversammlung der Feststellungsbeschluss gefasst werden. Erst dann sei die Änderung des Regionalplans durch.

RVR unterstützt Entwicklung weg vom Bergbau

Die Entwicklung des Areals von einem Bergbaustandort hin zu einer Nutzung mit den Schwerpunkten Kreativwirtschaft, Freizeit, Wohnen, Arbeiten, Handel und Dienstleistung wird vom RVR unterstützt. „Es ist ein großes Anliegen der Regionalplanung im RVR, integrierte brach gefallene Flächen für attraktive Nachnutzungen zu entwickeln. So können nach den Vorstellungen der jeweiligen Kommunen Projekte realisiert werden, ohne dass hierfür unbebauter Freiraum in Anspruch genommen werden muss.“ Dies sei auch ein kleiner, aber eben ganz konkreter Beitrag, die Auswirkungen des Klimawandels abzufedern“, so Karola Geiß-Netthöfel, RVR-Regionaldirektorin.

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