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Aus Kult-Imbiss Wittnik‘s wird Seonies Schnellrestaurant

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Von: Sarah Hanke

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Rudolf Wittnik freut sich, dass das Ladenlokal am Daberg von Daniel und Liane Seonie weiter genutzt wird.
Rudolf Wittnik (rechts) freut sich, dass das Ladenlokal am Daberg von Daniel und Liane Seonie weiter genutzt wird. © Robert Szkudlarek

Fünf Jahre lang suchten die Schausteller Liane und Daniel Seonie nach einem Lokal. Jetzt haben die beiden eines gefunden: Die Seonies sind die neuen Pächter von Wittnik‘s Schnellrestaurant in Hamm.

Hamm - „Wir haben uns mehrere Imbiss-Betriebe angesehen. Aber es hat nie gepasst“, erzählt Liane Seonie. Die Geduld hat sich ausgezahlt: „Als wir uns das Restaurant hier am Daberg angesehen haben, wussten wir sofort: Das passt perfekt zu uns.“

Seit über 25 Jahren ist das Ehepaar bereits selbstständig. Mit insgesamt sechs Wagen sind Seonies in Hamm und Umgebung als Schausteller unterwegs, wo sie ihre Gäste auf Schützenfesten, dem Stunikenmarkt oder Weihnachtsmärkten mit Pommes, Currywurst, Champignons, Fisch, gebrannten Mandeln, Crêpes und Backfisch verwöhnen.

Die Corona-Krise hat Schausteller-Familien jedoch hart getroffen. Rund 60 Veranstaltungen bespielen die Seonies normalerweise pro Jahr. Doch wegen Corona fehlen Planbarkeit und Perspektive: „Die Angst sitzt uns im Nacken, nicht nur wegen Corona“, so Daniel Seonie. Denn auch für Veranstaltungen, auf denen man als Schausteller seit über 20 Jahren einen Stammplatz hatte, gebe es inzwischen keine Garantie mehr.

Rudolf Wittnik zieht sich altersbedingt zurück

So war es schließlich eine glückliche Fügung für die Seonies, dass Rudolf Wittnik ankündigte, sich nach über 50 Jahren altersbedingt aus dem Schnellrestaurant zurückziehen zu wollen. Ende Dezember war bereits für ihn Schluss. „Man muss sehen, dass man die nächsten Jahre noch genießt“, so der 72-Jährige. Besonders freut er sich darüber, dass so schnell ein Nachfolger für sein Restaurant gefunden werden konnte: „Der fließende Übergang ist wichtig für das Geschäft.“

Bis die Seonies ihr neues Restaurant eröffnen können, gibt es noch einiges zu tun. Von der Einrichtung, die teils so alt ist wie das Restaurant selbst, wollen sich die beiden nicht in Gänze trennen. „Das Orange ist ja irgendwie schon ein Markenzeichen, auch wenn die Farbe ein bisschen erschlagend ist.“ Die beiden Mitarbeiterinnen, die quasi auch zum Inventar von Wittnik’s gehört haben, dürfen bleiben. Rund fünf Mitarbeiter werden dann im neuen Restaurant insgesamt beschäftigt sein.

Neueröffnung des Restaurants im Februar geplant

Ein Hingucker ist das Aquarium aus Fliesen an einer Wand im hinteren Bereich des Restaurants. Ob sie bleiben wird, steht noch nicht fest. Denn schließlich wollen die Seonies auch ihren eigenen Stil einbringen. Das gilt auch für die Speisekarte. Das Angebot soll beibehalten, aber durch eigene Speisen wie Backfisch noch ergänzt werden. Geplant sind außerdem Aktionstage, an denen dann Schnitzel oder Langos verkauft wird.

Es sei wichtig, dass die Gäste sich wohlfühlen. „So wie bei meinem Langos-Stand auf dem Hammer Weihnachtsmarkt: Obwohl es kalt ist, hat er immer eine gewisse Wärme. Das ist Balsam für die Seele“, so Liane Seonie. Ein Restaurant.

Die Eröffnung ist für den 10. Februar geplant. Anders als Wittnik’s wird Seonies Schnellrestaurant immer donnerstags bis montags geöffnet sein.

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