Ärger bereiten auch die Raser 

Anwohner sauer: Telekom verpasst Bauarbeiten an Moltkestraße und reißt neue Gehwege wieder auf

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Alles neu: doch nicht mehr lange. An der Moltkestraße sollen die Bürgersteige wieder aufgerissen werden, weil die Telekom vergessen hat, Leitungen zu verlegen.

Pelkum – Die Anwohner der Moltkestraße müssen sich wie in einem falschen Film fühlen: Monatelang mussten sie auf und mit der Baustelle vor ihrer Tür leben. Jetzt, wo quasi alles fertig ist, muss der Bürgersteig auf der nördlichen Seite schon wieder aufgerissen werden.

Grund ist die Telekom, die dort Leitungen verlegt. Die genervten Anwohner fragen sich zurecht, warum dies nicht schon früher passiert ist. Der Bürgersteig sei über Monate aufgerissen gewesen. Andere Versorgungsträger hätten es doch auch geschafft, in diesem Zeitraum ihre Leitungen zu verlegen, echauffierte sich ein Anwohner.

Alles andere als glücklich ist auch die Stadt. Nach Angaben von Stadtsprecher Tom Herberg habe man immer wieder versucht, die Telekom dazu zu bewegen, ebenfalls in dem Bereich tätig zu werden. Sie habe aber, wie er ausführte, nicht die Notwendigkeit gesehen, dort Leitungen oder auch nur Leerrohre zu verlegen.

Warum keine Leerrohre verlegt? 

Doch jetzt die Kehrtwende, die das Unternehmen mit einem personellen Wechsel begründete. Nicht mehr Hagen, sondern Lippstadt sei jetzt für Hamm zuständig. Diese „Begründung“ ändert aber nichts daran, dass die Anwohner sauer sind – richtig sauer. Es sei völlig unverständlich und auch nicht zu akzeptieren, dass seinerzeit nicht einmal Leerrohre verlegt worden seien. Denn dann hätte der frisch verlegte Bürgersteig nur an zwei Stellen, nicht aber über die gesamte Länge aufgebrochen werden müssen.

Raser auf der Moltkestraße

Daher dürfte es nur ein schwacher Trost sein, dass durch die Maßnahme, wie Herberg sagte, keine Mehrkosten für die Anwohner entstehen. Die sind allerdings nicht nur auf die Telekom sauer. Aufgrund ihrer Bauweise lade die Moltkestraße zum Rasen ein, merkte einer an. Herberg verwies darauf, dass die Straße so wie geplant ausgebaut worden sei. Man müsse die Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigen. Und dazu gehörten auch Müll- und Rettungsfahrzeuge sowie Schulbusse. Baumscheiben oder Beete, die sich alle paar Meter auf der Nord- beziehungsweise der Südseite abwechselten, seien nicht möglich. 

Ganz verhindern könne man es nicht, dass Raser durch die Moltkestraße fahren. Herberg kündigte aber an, dass die Stadt in diesem Bereich künftig mehr kontrollieren wird.

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