Bombendrohung, Wasserschaden, Pandemie

Pechsträhne bei Plaka: Mehr Sorgen als nur Corona in Herringen

Die schlechten Nachrichten rissen für Ioannis Nizamis und sein Restaurant Plaka in Herringen nicht ab.
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Die schlechten Nachrichten rissen bisher nicht ab: Seit Ioannis Nizamis das Restaurant Plaka in Herringen betreibt, gab es schon eine Bombendrohung, einen Wasserschaden und nicht zuletzt die Corona-Einschränkungen.

Das Restaurant Plaka ist für seine gute Küche überregional bekannt. Trotzdem will das Geschäft für Ioannis Nizamis nicht so richtig rund laufen.

Herringen – Am 1. Februar 2019 hat Ioannis Nizamis das Lokal übernommen – und seither treten immer wieder Probleme auf. Erst gab es eine Bombendrohung, dann einen großen Wasserschaden und schließlich natürlich Corona. Trotzdem denkt der Chef positiv.

Nizamis war noch gar nicht so richtig angekommen, da gab es schon den ersten Schreckmoment. „Schon nach gut zwei Wochen machte uns eine Bombendrohung zu schaffen“, erinnert der Gastronom an die erste Belastungsprobe, die sich ihm und seinem Team im Frühjahr des vergangenen Jahres gestellt hatte.

Zwischendurch lief es dann gut. Im Sommer 2019 wurde das 25-jährige Bestehen groß gefeiert. Das Weihnachtsgeschäft sei spitze gewesen. Und auch dieses Jahr sei gut angelaufen, bis dann im März der Corona-Lockdown gekommen sei. „Das war natürlich ein richtiger Schlag“, sagt Nizamis. Um die Krise überwinden zu können, habe er die Mini-Jobber unter den 23 Mitarbeitern entlassen müssen und sei mit den Festangestellten in Kurzarbeit gegangen. Zum Glück sei gerade das Wochenende vorbei gewesen und die neuen Einkäufe noch nicht getätigt worden, als das Aus kam.

Pechsträhne im Plaka: Große Gesellschaften fehlen

Nach einer totalen Pause sei dann immerhin das Ausliefern möglich geworden. Und als die Restaurants wieder Gäste empfangen durften, sei sein Team hervorragend vorbereitet gewesen. „Wir haben ja zum Glück viel Platz, sodass die Gäste auch in einem größeren Abstand sitzen konnten, als das vorgeschriebene Minimum vorgab“, so der Gastronom.

Doch gerade die großen Gesellschaften fehlten: Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen oder Geburtstage blieben durch die allgemeine Verunsicherung und die jetzt verschärften Regelungen aus.

Doch damit nicht genug: Durch einen starken Regen vor zwei Monaten geschah das nächste Unglück: Die komplette Kegelbahn im Keller stand 30 Zentimeter tief unter Wasser. „Die ist natürlich komplett hin und muss umfassend erneuert werden“, so Nizamis. Immerhin halte sich dieser Bereich des Kundenausfalls – durch die Corona-Regeln, nach denen aktuell nur fünf Gäste an einer Kegelbahn sein dürfen – dieser Tage in Grenzen. Trotzdem sei die rund 30.000 Euro teure Komplett-Erneuerung ärgerlich.

Pechsträhne im Plaka: Paare und Familien kommen

Auch wenn die Außenterrasse inzwischen witterungsbedingt weniger nachgefragt sei, habe das Restaurant Plaka durch Paare und Familien immer noch guten Besuch. „Das fängt zwar bei Weitem nicht alles auf, doch sind wir glücklich, wieder Gastgeber sein zu können“, sagt Nizamis.

Seit er neun Jahre alt war, habe er im elterlichen Restaurant in Lünen mitgeholfen und später den Beruf von der Pike auf gelernt. Doch solch ein Krisenjahr habe er auch noch nicht erlebt, versichert der 52-jährige Gastronom. Was ihm das Wichtigste sei, so Nizamis, sei die Freude an seinem Beruf. Dafür sei es jedoch notwendig, dass die Menschen ihre Lebensfreude wiederfänden. „Auch wenn es noch dauert, aber wir müssen uns unser altes Leben zurückholen“, sagt Nizamis.

Bei 38 Grad mit Maske arbeiten zu müssen, sei für ihn und das Team nicht leicht gewesen, doch inzwischen habe man sich daran gewöhnt. Nun hoffe er darauf, dass die Krise bald überwunden sei. „Hier ist alles sicher und die positiven Rückmeldungen geben uns bis dahin Auftrieb“, so Nizamis.

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