Eine Stadt im Kampf gegen das Virus

Pause bei Corona-Impfungen - So geht es in weiter in Hamm

Kampf gegen Corona.
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Viele Hammer können sich nur deshalb mit den Einschränkungen halbwegs arrangieren, weil ihnen die Aussicht auf das Impfen Hoffnung macht. (Symbolbild)

In Hamm sind bis Montag die ersten 1000 Corona-Impfungen verabreicht worden. Wir haben Informationen, wie und wann es wo und für wen weiter geht.

Hamm - Bewohner und Personal der Senioreneinrichtungen Liebfrauen, Reginenhaus, St. Stephanus und St. Josef in Herringen wurden mit dem Biontech-Impfstoff versorgt. Insgesamt gibt es in Hamm 29 stationäre Senioreneinrichtungen. Diese verfügen über 1965 Betten und haben in etwa die selbe Anzahl an Mitarbeitern – in Summe fallen hier also rund 4000 Impfungen an. Das erste Viertel war somit inzwischen durchgeimpft. (News zum Coronavirus in Hamm)

Weiterer Impfstoff für die nächsten neun Heime wurde am Montag bestellt. Bei dem aufwendigen Verfahren hilft nun auch die Heimaufsicht der Stadt mit und wird dies auch dauerhaft tun, wie Stadtsprecher Detlef Burrichter erklärte. Der nächste Auslieferungstermin für neuen Impfstoff sei am kommenden Freitag, 8. Januar.

Abgesehen von den noch ausstehenden restlichen Impfungen im Heessener St.-Stephanus-Heim (mit 400 Bewohnern das größte in Hamm), wird es in den nächsten Tagen also eine Impfpause geben. Dennoch dürfte der Impfprozess in den Heimen in den nächsten zwei bis drei Wochen abgeschlossen sein – zumal auch weitere Impfstoffe anderer Hersteller kurz vor der Ausgabe in NRW stehen.

Corona-Impfungen in Hamm: Post für über 80-Jährige

Gut 11.000 Hammer sind laut der städtischen Einwohnerstatistik über 80 Jahre alt. Zieht man die Bewohner in den Seniorenheimen ab, dürften geschätzt rund 9500 bis 10.000 Personen aufgefordert werden, sich ab Februar im Impfzentrum an der Friedensschule (Übersicht weiter unten) gegen das Coronavirus schützen zu lassen. Den Februar-Termin hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Montag benannt. Der Start im Hammer Impfzentrum werde dann ebenfalls erfolgen, hieß es aus dem Rathaus.

In der dritten Kalenderwoche (ab 18. Januar) werde die Stadt eine entsprechende Infopost an alle über 80-Jährigen in Hamm verschicken. Das werde aber erst dann geschehen, wenn auch die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung (116-117) tatsächlich freigeschaltet sei. Über diese Telefonnummer können sich Senioren über 80 einen Impftermin geben lassen. Ferner soll es die Möglichkeit geben, sich online oder via App als Impfkandidat registrieren zu lassen.

Bislang seien bei den Impfungen in den Seniorenheimen keine gesundheitlichen Negativreaktionen auf den Impfstoff festgestellt worden, sagte Stadtsprecher Detlef Burrichter.

Aufbau des Impfzentrums an der Friedensschule in Hamm

Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Aufbau des Impfzentrums an der Friedensschule in Hamm

Impfzentrum in Hamm - die wichtigsten Fakten:

  • Das Impfzentrum soll täglich im Zwei-Schicht-Betrieb von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein.
  • 6 „Impfstraßen“ wurden in der vorderen der Dreifachsporthallen gemeinsam von der Stadt, der KVWL und den Zentralhallen eingerichtet.
  • 600 Impfungen am Tag sollen möglich sein, das entspricht 18.000 Impfungen im Monat.
  • Begleitpersonen sind ausdrücklich erwünscht, werden aber nur dann mitgeimpft, wenn sie ebenfalls einen Termin haben.
  • Menschen mit Symptomen wie Fieber werden strikt von allen anderen getrennt, um Ansteckungswege zu verhindern. Die Fiebermessung findet verpflichtend nach der Ankunft statt.
  • Im Foyer werden die persönlichen Daten der Impfkandidaten geprüft. Personalausweis und Krankenversicherungskarte sollten deshalb mitgebracht werden. 
  • Vor der Impfung gibt es ein Aufklärungsgespräch mit einem Arzt zum allgemeinen Befinden und möglichen Allergien. Danach geht es in eine Impfkabine, wo die Spritze gesetzt wird. 
  • Die Impfungen werden durch Ärzte der KVWL vorgenommen.
  • An einem der sechs Schalter kann sich der Impfling „auschecken“. Es werden die Originalunterlagen ausgehändigt. Diese müssen zum zweiten Impftermin nach exakt drei Wochen mitgebracht werden.
  • Geimpfte werden im Anschluss für 30 Minuten in einem Ruheraum beobachtet; damit soll gewährleistet werden, dass sie den Impfstoff gut vertragen.
  • Nach höchstens 60 Minuten soll die gesamte Prozedur vorüber sein.
  • Ein klares Park- und Verkehrskonzept soll die Belastung für die Anwohner und die Schüler im Umfeld so niedrig wie möglich halten. Wichtig: Dieses greift schon jetzt.

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