Bittere Nachricht aus der Hammer Innenstadt

Traditionsgeschäft Spielwaren Kremers vor dem Aus

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Die Gnadenfrist für Kremers gilt noch bis Ende 2020; dann wird in der Oststraße wohl Schluss sein.

Nach fast 70 Jahren Firmengeschichte wird Spielwaren Kremers zum Jahresende schließen – es sei denn, es findet sich ein Nachfolger.

Hamm - Die Entscheidung sei mit größtem Bedauern gefallen, sagt Inhaberin Heidi Scholz-Kremers. „Bis heute macht mir das Geschäft jeden einzelnen Tag Freude, 2019 waren wir sogar noch als herausragendes Einzelhandelsunternehmen für den westfälischen Handelspreis nominiert“, sagt die 76-Jährige. Aber für sie sei der Zeitpunkt gekommen, sich zu verabschieden.

Das Unternehmen war 1951 von ihren Eltern gegründet worden – damals als Geschäft für Korbwaren und Kinderwagen. Nach mehreren Umzügen befindet sich Kremers seit 1981 am heutigen Standort. Nicht nur das Unternehmen habe sich in den Jahren 1995 und 2000 vergrößert, auch der Kundenstamm sei gewachsen. „Daher wird es für mich schwer werden, mich von dem regen Kontakt mit groß und klein zu trennen“, sagt Scholz-Kremers. Sie hofft, dass bis zum Jahresende ein Nachfolger gefunden wird.

Wenn Kremers zum Jahresende schließt, wird es kein klassisches Spielwaren-Fachgeschäft mehr in Hamm geben. Zuletzt hatte es Intertoys in der Weststraße getroffen, viele Jahre davor Kaps in der Bahnhofstraße. Mit der bevorstehenden Schließung des Kaufhofs wird auch diese Spielwaren-Option wegfallen. Immerhin: Am ehemaligen Standort von Intertoys bietet die Firma Askania neben Schul- und Büroartikeln auch ein Spielwaren-Programm an.

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