Erste Aufgabe für die neue Bezirksvertretung

Parkkonflikt in Rhynern kommt wieder auf die Tagesordnung

Parken auf Zeit: Wird auch der südliche Teil der Alten Salzstraße mit in das Parkraumkonzept einbezogen?
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Parken auf Zeit: Wird auch der südliche Teil der Alten Salzstraße mit in das Parkraumkonzept einbezogen?

Rhynern - Das Thema „Parken im Ortskern von Rhynern“ wird noch in diesem Jahr wieder auf die Tagesordnung der Politiker kommen. Die Verkehrsabteilung der Stadtverwaltung Hamm hat wie angekündigt, in den vergangenen Wochen die Lage noch einmal beobachtet und analysiert. Diese Ergebnisse werden nun zu einer Vorlage verarbeitet, über die in der Bezirksvertretung (BV) anschließend beraten wird.

Es wird eine der ersten Aufgaben der BV sein, die sich am Mittwoch, 4. November, konstituieren wird. Unter wessen Vorsitz sie ihre Arbeit aufnehmen wird, ist weiterhin offen.

Bevor die neuen Bezirksvertreter den Vorschlag zu einem überarbeiteten Parkraumkonzept für Rhynerns Ortskern auf dem Schreibtisch liegen haben, werden die Verkehrsplaner der Stadt noch keine Details zu ihren Vorschlägen veröffentlichen. Klar ist aber auch, dass die Lösungsmöglichkeiten genau in Rhynern wie der Parkraum begrenzt sind. Es wird um die Ergänzung oder Erweiterung von Maßnahmen gehen, die bereits vor anderthalb Jahren umgesetzt worden waren. Damals wurde in einigen Bereichen ein zeitlich begrenztes Parken eingeführt. Für zwei Stunden, also ausreichend Zeit für Besorgungen, darf dort geparkt werden, und das weiterhin kostenlos. Die Zeit soll durch Auslegen der Parkscheibe nachgehalten werden.

Mit dieser Lösung sollten die Dauerparker aus dem Ortskern vertrieben werden, um die öffentlichen Parkplätze zu Geschäftszeiten nicht zu blockieren. Gleichzeitig war dies ein Kompromiss, um den vielen Anwohnern auch Parkraum zu lassen. Daher blieben auch etliche öffentliche Parkplätze von dieser Regelung unberührt. Soweit die Theorie. In der Praxis führte dies aber letztlich dazu, dass sich das Problem der Dauerparker nur verschob. Daher wünschten sich die Geschäftsleute Rhynern noch einmal eine Überarbeitung des Konzeptes. Angedacht war unter anderem, mehr Parkplätze in die Parkscheiben-Regelung mit einzubeziehen. Bislang betraf dies zum Beispiel auf der Alten Salzstraße die Flächen vor den Ladenlokalen der Hirsch-Apotheke, des Kosmetik-Studios Jana und Ellen, ReiseCenter Rhynern und ehemals Bäckerei Wünsche. Auf der anderen Straßenseite sowie weiter südlich gibt es diese Regelung bislang noch nicht. Außerdem ließ sich das Dauerparken nur schwer kontrollieren.

Kontrollen fanden selten statt

Dem Ordnungsamt fehlte das Personal, um regelmäßig nachzusehen. So wurde auch beobachtet, dass die Autofahrer die Parkscheiben einfach weiterdrehten, wenn die zwei Stunden abgelaufen waren. Zum Ende des Jahres wird also ein neuer Anlauf genommen, um den Parkkonflikt zu verkleinern. Zu lösen ist er wohl nicht, zumal ein Kompromiss für Geschäftsleute, Kunden und Anwohner gefunden werden muss.

In Rhynern befinden sich viele Parkflächen in Privatbesitz. Dazu gehören der Platz der Sparkasse, die Fläche vor der evangelischen Kirche und der Dohmwirthhof. Auf letzterem versucht der Eigentümer ebenfalls die „Falschparker“ loszuwerden. Dennoch gibt es auch dort immer wieder Dauerparker oder auch Kunden der Post, die nicht zum Dohmwirthhof-Komplex gehört. Auf die privaten Flächen hat die Stadtverwaltung mit ihrem Konzept aber keinen direkten Einfluss.

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