Parkplatz-Posse im Hammer Westen: Anlieger sauer

Auf dem Thüringer Weg hat die Stadt ohne Absprache mit den Anwohnern eine neue Parkplatzregelung eingeführt.
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Die meisten Anwohner des Thüringer Wegs sind sauer: Ohne sich mit ihnen abzustimmen, hat die Stadt die bisherige Parkregelung geändert und vier Parkflächen markiert.

Hamm - 42 Jahre lang war den Anwohnern des Thüringer Weges freigestellt, wie sie ihre Fahrzeuge in der Sackgasse abstellen. Das hat die Stadt Hamm nun geändert: Jetzt ist das Parken nur noch innerhalb von vier markierten Flächen erlaubt. Das sorgt für reichlich Unmut unter Anwohnern, deren überwiegender Teil eine entsprechende Petition an Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann unterschrieben hat.

Begonnen hatte alles mit einem Schreiben der Straßenverkehrsbehörde an die Anwohner des Thüringer Weges Mitte August: Darin wurde nach Auskunft von Brigitte Peckedrath, der Initiatorin der Petition, mitgeteilt, dass die bestehende Kombination von Schildern zum Parken und zur verkehrsberuhigten Zone so rechtlich nicht zulässig sei, weil Parkflächen nicht eindeutig ausgewiesen waren. Die Ortsbesichtigung erfolgte nach Auskunft von Tom Herberg, Pressesprecher der Stadt, weil sich eine andere Anliegerin beschwert habe.

Bereits gut eine Woche später reichte Peckedrath die von den meisten Anwohnern unterschriebene Petition persönlich im Bürgeramt ein. „Mit der geplanten Veränderung sind wir nicht einverstanden“, heißt es darin, und: „Wir machen darauf aufmerksam, dass die bisherige Parksituation komplikationslos 42 Jahre bestanden hat und wohl inzwischen Gewohnheitsrecht ist und Bestandsschutz hat.“

Stadt handelt ohne Absprache mit Anliegern

Eine Reaktion der Stadt folgte – aber anders, als gedacht: Ohne Absprache mit den Anwohnern seien die Beschilderung geändert und vier Parkflächen markiert worden. Zwei davon direkt vor Peckedrahts Haus, direkt am Vorgarten und unmittelbar am Hauszugang. Unglücklich findet Peckedrath diese „Lösung“ auch, weil ein Parkplatz unter einer Zeder aufmarkiert wurde, in der nicht nur regelmäßig Tauben nisteten, sondern die auch schon mal Zweige verliere.

Ein Zuparken der Hauseingänge soll durch die Neuregelung laut Herberg vermieden, der Zugang für Rettungskräfte für den Fall eines Falles gesichert werden. „Komplett abgeschlossen ist der Fall noch nicht“, so Herberg: „Sollte es seitens der Anlieger noch Redebedarf geben, werden wir einen gemeinsamen Ortstermin anbieten und nach Lösungen vor Ort suchen.“

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