Rolltore bald in Betrieb?

Grusel-Tiefgarage weiter Ekel-Ort: Schlafen in der Fahrspur, Erbrochenes und Fäkalien

Gefährlicher Schlaf: Inzwischen nächtigen Menschen im Fahrbahnbereich.
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Gefährlicher Schlaf: Inzwischen nächtigen Menschen im Fahrbahnbereich.

In der Tiefgarage am Chattanoogaplatz ist keine Entspannung eingekehrt. Kunden fühlen sich nach wie vor durch „Übernachtungsgäste“ belästigt und müssen mit Fäkalien und Erbrochenem im Treppenhaus klarkommen.

Hamm – Zuletzt mussten Autofahrer auch noch aufpassen, Wohnungslose nicht zu überfahren. Wiederholt haben diese auf den Fahrstreifen kampiert und geschlafen. Tagsüber waren sie dann wieder mehr oder weniger munter vor Edeka anzutreffen.

Situation im Parkhaus unter dem Kino „momentan schlimm“

Die Situation sei momentan schlimm, räumte Carl Philipp Rose, Regionalleiter des Parkhaus-Betreibers Saba Park Deutschland, ein. Urlaubsbedingt fehle ihm eine Kraft, aber das ändere grundsätzlich nichts an der Situation. „Hamm ist einzigartig unter unseren Häusern“, so Rose. „Die Zustände hier sind mit keinem anderen Parkhaus vergleichbar.“ Zuvor hatte Rose bereits von einem Innenstadtproblem von größerer Tragweite gesprochen, das weit über die Einrichtung hinausgeht.

Dauerparker beklagten gegenüber dem WA zuletzt, sie hätten auf der Fahrbahn schlafenden Menschen ausweichen müssen. Jeden Morgen betreten sie das Treppenhaus als Wundertüte der Abscheulichkeiten.

Entscheidung über Schließung des Parkhauses am Jahresende

Doch das soll bis zum Jahresende alles besser werden. „Im Moment verdient niemand Geld mit dieser Garage“, sagt Saba-Regionalleiter Rose. „Aber wir sind nicht angetreten, um hier aufzugeben.“ Tatsächlich hat das Unternehmen in einen Sicherheitsdienst, Handwerker und neue Rolltore investiert. Das hat vorher niemand getan. Die Rolltore sollen in den nächsten Tagen über die entsprechenden Schließsysteme aktiviert werden. Dadurch sollen unliebsame Gäste zumindest nachts außen vor bleiben.

Wiederholt hatte der Betreiber die gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsdienst und der Polizei betont. Doch das reicht offenbar nicht, denn ordnungsrechtlich scheint dem Problem nicht beizukommen zu sein. Bezirksbürgermeisterin Stefanie Baranski kündigte in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Mitte an, die Stadt stehe mit Trägern der Wohnungslosenhilfe im Austausch, um ein Konzept zum Thema Wohnungslosigkeit und der Straßenszene in Hamm zu erarbeiten.

Zum Jahresende will Saba Park Bilanz ziehen, ob das Parkhaus wirtschaftlich zu betreiben ist. Sollte es nicht so sein, drohe die Schließung der Garage.

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