Bombenfunde Hamm

Panzergranate in Hamm gesprengt - kniffliger Einsatz für Feuerwerker

Durch die Wucht der Detonation wurden Sand und Geröll in die Luft geschleudert.
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Durch die Wucht der Detonation wurden Sand und Geröll in die Luft geschleudert.

Im Rahmen der Bauarbeiten zum Projekt Erlebnisraum Lippeaue wurde eine Panzergranate gefunden und kontrolliert gesprengt worden.

Update, 26. Mai, 14.00 Uhr: Inzwischen ist auch klar, um was für einen Sprengkörper es sich gehandelt hat. Nach Angaben von Feuerwerker Andreas Brümmer lag in den Lippeauen eine deutsche Sprenggranate. Sie war 60 Zentimeter lang, hatte einen Durchmesser von 15 Zentimetern und war rund 50 Kilogramm schwer.

Interessant: Normalerweise muss ab der Grenze von 50 Kilogramm entschärft und nicht gesprengt werden. Allerdings muss der Sprengkörper bereits in der Vergangenheit bewegt worden sein. Davon zeugten große Schrammen, die Granate sei zudem verbogen gewesen.

Daher sei eine Sprengung unumgänglich gewesen. Zunächst musste die Granate allerdings von anhaftendem Dreck befreit werden, um sicherzugehen, dass die angebrachte Sprengladung auch tatsächlich die gewünschte Reaktion auslöst und nicht nur den Schmutz absprengt.

Gefunden hatte die Sprenggranate Uwe Wunderlich bei den Bauarbeiten für den Erlebensraum Lippeaue. Für ihn keine große Sache. Bei seiner Arbeit auf dem Bagger habe er bereits 30 Sprengkörper gefunden.  

Sprengung einer Sprenggranate im Erlebensraum Lippeaue

Sprengung einer Sprenggranate im Erlebensraum Lippeaue
Sprengung einer Sprenggranate im Erlebensraum Lippeaue
Sprengung einer Sprenggranate im Erlebensraum Lippeaue
Sprengung einer Sprenggranate im Erlebensraum Lippeaue
Sprengung einer Sprenggranate im Erlebensraum Lippeaue

Sprenggranate um kurz vor 12 Uhr unschädlich gemacht

Update, 26. Mai, 11.59 Uhr: Das ging schnell! Eine Minute vor 12 Uhr kam die Nachricht von vor Ort, dass die Sprenggranate bereits erfolgreich unschädlich gemacht wurde. Aus der Entfernung sahen Beobachter gut die Detonation, deren Wucht einige Kubikmeter Sand aus dem Sprengloch beförderte. Nun wird die kontrolliert gesprengte Granate abtransportiert. Die wenigen Sperrungen sind wieder aufgehoben.

Update, 26. Mai, 11.58 Uhr: Inzwischen sind die Feuerwerker der Bezirksregierung Arnsberg um Andreas Brümmer vor Ort. Aktuell wird in den Lippewiesen mit einem Bagger ein zwei bis drei Meter tiefes Loch gegraben.

Dort hinein wird die rund 60 Zentimeter und einige Kilogramm schwere Sprenggranate gelegt und dann kontrolliert gesprengt. Dafür werden rund 20 Kubikmeter Sand aus dem näheren Umfeld herangebracht und auf der Sprenggranate platziert, um die Detonation abzufedern.

Um den Sicherheitsbereich herum haben sich Kräfte der Polizei Hamm postiert. Unter anderem auf dem ehemaligen Damm und an der Mattenbecke.

Unsere ursprüngliche Berichterstattung:

Hamm - Die Entschärfung findet nach Angaben der Stadt Hamm, die sich auf die zuständigen Feuerwerker des Kampfmittelräumdienstes beziehen, am Mittwochvormittag statt. Hierzu treffen die Einsatzkräfte etwa um 11 Uhr auf dem Parkplatz des Flugplatzes ein.
 
Der Flugplatz und die Deutsche Flugsicherung wurden über die Entschärfung informiert, damit der Flugbetrieb entsprechend eingestellt wird. Der zu räumende Gefahrenbereich ist weitestgehend unbewohnt.

Der Radius des Sicherheitsbereichs rund um die Fundstelle beträgt 300 Meter. In dem auf der unten stehenden Karte rot schraffierten Bereichen müssen sich Menschen während der Entschärfung im Innern aufhalten.

Eine Evakuierung wird es im Rahmen der Entschärfung in den Lippeauen am Mittwoch nicht geben.

Wir berichten weiter.

Sperrradius Bombenentschärfung Hamm

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