Panne im Kraftwerk: Salzsäure keine Gefahr

HAMM - Nach der folgenschweren Panne mit Salzsäure will RWE die neuen Blöcke D und E am Standort Uentrop unmittelbar hintereinander anfahren – und zwar Anfang März und Mitte März. Dies erklärte Pressesprecher Lothar Lambertz im Gespräch mit dem WA.

Auch Lambertz konnte sich nicht zu den Folgekosten der Panne äußern. „Das ist wie beim Arztbesuch. Vor der Therapie steht die Diagnose“, will er die Ergebnisse des Gutachters abwarten.

Wie hier auch auf WA.de berichtet, wurden versehentlich Chemikalien in einen Kraftwerkskessel des neuen Blocks D geleitet. Lecks im Kesselbereich und Schäden an der Dampfturbine müssen nun repariert werden. Salzsäure und Natronlauge werden genutzt, um das Wasser für den Einsatz im Kraftwerk vorzubereiten. In mehreren Stufen muss dieses unter anderem von Mineralien befreit werden. Vermutlich, so spekuliert das „Handelsblatt“, ist die Reinigungslösung nicht ausreichend abgetrennt worden.

„Für Menschen und die Umwelt bestand zu keiner Zeit eine Gefahr“, versicherte Kraftwerksleiter Dr. Stefan Laarmann auf WA-Nachfrage. Bei dem Vorfall, der Mitte August passierte, aber erst jetzt in seinem ganzen Ausmaß öffentlich wurde, habe es sich, so Laarmann weiter, nicht um ein gegenüber der Bezirksregierung Arnsberg meldepflichtiges Ereignis gehandelt.

Zur Menge des von RWE bestätigten „unbeabsichtigten Chemikalieneintrages“ konnte sich Laarmann nicht äußern. Das könne von wenigen bis vielen Kilogramm reichen. „Die Menge an Salzsäure ist irre“, zitiert das „Handelsblatt“ einen Konkurrenten, der mit den Vorgängen vertraut sei. Eigentlich sollte der Block D Ende des Jahres an den Start gehen. - asc

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