Kinder übers Internet zu sexuellen Handlungen gedrängt

Üble Aktionen mit Mädchen: Pädophiler Hammer muss ins Gefängnis

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Der Gelegenheitsarbeiter aus Hamm gab sich im Internet als zwölfjähriges lesbisches Mädchen aus.

Weil er über das Internet Kinder zu sexuellen Handlungen verführt und gedrängt hat, muss ein 39-jähriger Hammer für drei Jahre ins Gefängnis.

Hamm/Dortmund - Der bislang nicht vorbestrafte Gelegenheitsarbeiter aus Hamm hatte zugegeben, sich im Internet unter anderem als ein zwölfjähriges lesbisches Mädchen ausgegeben und so den Kontakt zu seinen kindlichen Opfern gesucht zu haben. Mehreren 12 bis 13 Jahre alten Mädchen schickte er Nacktaufnahmen von Mädchen, die angeblich von ihm, der 13-jährigen "Steffi" stammten und bedrängte seine kindlichen Opfer, ihm ebenfalls Fotos und Videos zu schicken.

Dabei wurde der Wiederholungstäter immer dreister und fordernder, veranlasste seine Opfer, an sich selbst sexuelle Handlungen vorzunehmen oder sich Gegenstände in den Körper einzuführen. "Er schlug unter anderem vor, dass die achtjährige Cousine ihre nackten Brüste küssen sollte und wollte, dass sie Doktor-Spiele spielen und sich dabei filmen", sagte der Vorsitzende Richter der Strafkammer, Ulf Pennig, in der Urteilsbegründung. Als eines der Mädchen sich schließlich verweigerte und Strafanzeige erstattete, konnte die Tatserie gestoppt werden.

Unmengen kinderpornografische Aufnahmen

Bei einer Wohnungsdurchsuchung und in beschlagnahmten Handys und Computern fanden die Fahnder Unmengen von kinderpornografischen Aufnahmen, Videos, die schlimmste sexuelle Übergriffe auf vor Schmerzen schreiende Babys und Kleinkinder zeigen. "Dies ist sicherlich nur die Spitze des Eisbergs. Noch nicht einmal die Hälfte der beschlagnahmten Dateien sind ausgewertet" resümierte Pennig das erschreckende Datenmaterial, das weiterhin bei der Polizei ausgewertet wird.

Motiv der sexuellen Übergriffe im Internet war nach den Feststellungen des Gerichts die "ausgeprägte pädophile Neigung des Angeklagten". Obwohl er auch eine mehrjährige Beziehung zu einer erwachsenen Frau gehabt habe, habe er die sexuelle Nähe zu kindlichen Mädchen gesucht. Trotz seines Geständnisses zeige er offenbar wenig Neigung, an seiner Veranlagung zu arbeiten und eine entsprechende Therapie zu machen.

Pädophiler Hammer: Geständnis senkt Strafmaß

"Er erklärte hier vor Gericht, dass diese Taten aus einer Lebenskrise heraus entstanden seien, nach der Trennung von seiner Freundin und dem Konsum von zu viel Alkohol", fasste Pennig die von dem Angeklagten vorgetragenen Gründe für sein kriminelles Handeln zusammen. Diese seien jedoch durch die Aussagen seiner Ex-Freundin widerlegt. Auch spräche der lange Tatzeitraum von mehr als einem Jahr und die Vielzahl der aufgefundenen Dateien gegen eine behauptete zeitlich begrenzte Lebenskrise.

Die Strafkammer blieb letztlich im Strafmaß ein halbes Jahr unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. "Ohne Ihr Geständnis wäre die Strafe deutlich höher ausgefallen", hielt der Vorsitzende Richter dem Angeklagten indes zugute.

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